Mastzell-Aktivierungs-Syndrom
MCAS erkennen, verstehen und behandeln

Das Mastzell-Aktivierungs-Syndrom (MCAS) ist eine relativ neue chronische Multisystem-Erkrankung. Die Symptome sind vielschichtig und oft unspezifisch, sie reichen von Haut-, Magen-Darm- und Atemtrakt-Beschwerden bis hin zu Herz-Kreislauf- oder Nervensystem-Problematiken. Da die Krankheit keine charakteristischen Symptome hervorbringt, mit ihrer hohen entzündlichen Komponente aber leicht etwa mit einer Histamin-Intoleranz oder Allergie verwechselt werden kann, haben Betroffene bis zur Diagnose oft schon einen langen Leidensweg hinter sich. Zudem ist MCAS in medizinischen Kreisen bisher kaum bekannt. Doch was genau ist MCAS eigentlich? Wie kann man diese Krankheit erkennen und diagnostizieren? Und: Gibt es erfolgversprechende Therapieansätze?
Der Begriff „Mastzelle“ stammt von dem deutschen Pathologen Paul Ehrlich (1854–1915), der diesen Zell-Typus im Jahr 1878 erstmals beschrieb. Er wählte den Begriff „Mastzelle“, abgeleitet vom deutschen Wort „Mast“, was so viel wie „füttern“ oder „mästen“ bedeutet. Dies lag daran, dass er, als er die Zellen unter dem Mikroskop untersuchte, bemerkte, dass sie viele Granula (kleine Körnchen) enthielten, die wie[…]




