
Worte können heilen – davon ist der amerikanische Sozialpsychologe James W. Pennebaker überzeugt. Zahlreiche Studien, die das von ihm initiierte „expressive Schreiben“ untersucht haben, geben ihm recht: Das therapeutische Potenzial der Methode ist erstaunlich. Mit dem vielfach als wohltuend empfundenen Führen eines Tagebuchs hat das Ganze jedoch wenig zu tun. Vielmehr ist das expressive Schreiben eine Möglichkeit, strukturiert eine ehrliche Innenschau zu betreiben – wodurch tiefgreifende Prozesse angestoßen werden. Elisabeth Hussendörfer hat sich für NATUR & HEILEN mit der Psychologin Ursula Berghofer, die in ihrer Praxis mit dem Pennebaker-Protokoll arbeitet, über die schreibtherapeutische Methode ausgetauscht.
Wenn der amerikanische Sozialpsychologe James W. Pennebaker die von ihm ins Leben gerufene Methode des expressiven Schreibens bei Vorträgen mit „Worte, die heilen“ ankündigt, ist das nach allem, was man dazu mittlerweile weiß, wohl kaum zu hoch gegriffen. Der emeritierte Wissenschaftler der Universität von Texas, der selbst im Alter von 75 Jahren immer noch forscht und Vorträge hält, interessierte sich[…]




