Unsere Gehirnchemie trainieren
Für mehr Resilienz in stressigen Zeiten

Resilienz ist unsere Widerstandskraft auf geistig-seelischer Ebene, die einerseits durch unsere Erziehung, Lebenserfahrung und Persönlichkeit geprägt wird und für die es andererseits auch eine handfeste neurobiologische Basis gibt: die Chemie unseres Gehirns. Das Neurotransmitter-System, das eng mit unserer Resilienz verknüpft ist, besteht dabei aus Botenstoffen, die bei großer Herausforderung im Körper die nötige Energie für die Stressbewältigung bereitstellen. Gleichzeitig schüttet das System Hormone aus, die für die nachfolgende Erholung sorgen und Gefühlen der Verbundenheit Raum verschaffen. Für das stetige Auf und Ab von Anspannung mit nachfolgender Entspannung ist im gesunden Zustand also bestens gesorgt. In herausfordernden Zeiten jedoch kann dieses Wechselspiel leicht aus dem Takt geraten, was unsere Resilienz gegenüber Stressoren schwächt. Doch die gute Nachricht ist: In jedem Menschen ist eine gesunde Widerstandskraft angelegt, die sich auch in stressigen Zeiten gezielt fördern und sogar wie ein Muskel trainieren lässt.
Der Alltag vieler Menschen ist heute geprägt durch ein Zuviel: Hohe Anforderungen, ständige mobile Erreichbarkeit, (Zukunfts-)Sorgen, Schnelllebigkeit, Versagensängste, ein gefährdetes Selbstwertgefühl oder zunehmende Umweltbelastungen machen es notwendig, all diesen Stressoren gut begegnen zu können, um unsere Gesundheit zu erhalten. Denn: Dauerstress gilt als Risikofaktor für zahlreiche Beschwerden und Erkrankungen. Resilienz wird allgemein als psychische und physische Widerstandsfähigkeit bezeichnet und beeinflusst,[…]




