Wie Krankenhausnahrung zum Heilmittel wird
Das Green Hospital Food-Projekt
Lange wurde die moderne Medizin vor allem als Segen begriffen. Was im akuten Fall lebensrettend sein kann, schädigt jedoch, im Übermaß verwendet, die Umwelt – und damit letztlich auch den Menschen – etwa in Form von Medikamentenrückständen in Flüssen und Böden oder zunehmenden Resistenzen gegen Antibiotika. Diese Erkenntnis spiegelt sich zum Glück immer häufiger in internationalen Gesundheitskonzepten wider. Doch während die meisten Ansätze eher auf Maßnahmen zum Schutz der Umwelt fokussieren, setzt das Green Hospital Food-Projekt vor allem bei der Gesundheit des Menschen an – und zwar dort, wo er es dringend braucht: im Krankenhaus. Es basiert dabei auf dem Konzept der „Planetary Health“-Ernährungsform und geht am Universitätsklinikum Essen bereits in seine zweite Phase.
Dass Mensch und Umwelt letztlich eins sind und wir der Natur entstammen, ist in der modernen Medizin über die letzten Jahrzehnte größtenteils in Vergessenheit geraten. Zwar hat beispielsweise das Uniklinikum Dresden (UKD) die Menge des eingesetzten Schmerzmittels Diclofenac von 140 kg im Jahr 2024 auf nur noch 6 kg in 2025 verringert, wie das Deutsche Ärzteblatt im Juni 2026 berichtete. Doch der[…]




