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Naturheilkunde

Candida – was hilft gegen den Darmpilz?

In einer Stuhluntersuchung wurde bei mir eine sehr große Population Candida gefunden. Nach 3 Monaten weizen- und zuckerfreier Ernährung ist der Darmpilz immer noch nicht weg, und um den Intimbereich und am After habe ich einen starken Juckreiz. Haben Sie eine Idee für mich? Ein Antimykotikum möchte ich nicht nehmen.
Kristina K., E-Mail

Antwort: Der Hefepilz Candida albicans befindet sich bei sehr vielen Menschen auf den Schleimhäuten im Darm, im Genitalbereich oder im Mund-Rachen-Raum. Solange sich der Pilz nicht übermäßig ausbreitet, führt er nicht zwangsläufig zu Beschwerden. Candida hat die Fähigkeit, Schwermetalle wie Quecksilber zu binden, weshalb man bei ei­ner hohen oder hartnäckigen Belastung immer auch an eine Ausleitung der Schwermetalle denken sollte. Eine Antibiotika-Einnahme kann beispielsweise ein übermäßiges Wachstum an Candida-Pilzen mit sich bringen.

Symptome einer Candida-Belastung reichen von Darmbeschwerden wie Durchfall oder Blähungen über Müdigkeit und Kopfschmerzen bis hin zu Nasennebenhöhlenentzündungen. Das Immunsystem wird durch die Belastung dauerhaft geschwächt, es kann zu Asthma oder Aller­gien kommen, selbst das Risiko für psychische Erkrankungen steigt.

Um den Pilz loszuwerden, ist eine Ernährungsumstellung mit der Vermeidung von Zucker und isolierten Kohlenhydraten wie Weißmehl, Stärke oder Reis unbedingt erforderlich, jedoch bei ei­nem hartnäckigen Befall nicht ausreichend. Es empfiehlt sich zusätzlich eine Darmsanierung nach dem folgenden Schema: Zunächst 2 bis 3 Wochen Pro Symbioflor (3-mal täglich je 10 Tr.), dazu je 1 Beutel Symbiolact comp. Danach 8 Wochen lang statt Pro Symbioflor das Mittel Symbioflor 1 (3-mal täglich 30 Tr.), dann dieses durch Symbioflor 2 ersetzen (4 Wochen lang). Symbiolact bitte durchgehend über die ganze Dauer einnehmen.

Das Mittel Myrrhinil Intest ist ebenfalls sehr hilfreich gegen den lästigen Pilz. Um den Juckreiz loszuwerden, empfiehlt sich eine Lokalbehandlung, z. B. mit Majorana Vaginalsalbe von Wala, 1- bis 2-mal täglich. Auch eine Kur mit Vagiflor-Zäpfchen, für ca. 3 bis 4 Wochen, kann den Heilungsprozess unterstützen.

Es gibt eine ganze Reihe natürlicher Mittel gegen den Pilz, die jedoch nicht in zu hohen Mengen eingesetzt werden sollten, da eine zu schnelle Abtötung von Candida zu Reaktionen wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Benommenheit führen kann. Dazu gehören etwa Knoblauch, Grapefruitkern-Extrakt, Granatapfel, Oregano- und Teebaumöl, Schwarze Walnuss oder auch kolloidales Silber.

HP Eva Stiegele

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