Chronische Blasenentzündung nach OP
Mein Mann hatte vor drei Jahren eine große Rückenoperation wegen einer Zyste in der Wirbelsäule. Dabei wurden viele Nerven durchtrennt. Die ersten Monate musste er einen Katheter tragen. Geblieben ist ihm, dass immer etwas Restharn in der Blase bleibt. Seitdem hat er ständig wiederkehrende Blasenentzündungen, die er zwar nicht als schmerzhaft empfindet, die aber immer wieder mit Antibiotika behandelt werden müssen. Können Sie uns weiterhelfen?
Roswitha W., E-Mail
Antwort: Die Blase sollte sich beim Wasserlassen vollständig entleeren. Bleibt Restharn zurück, erhöht dies das Risiko für eine Blasenentzündung, da Bakterien sich leichter vermehren können.
Sehr hilfreich in diesem Fall ist eine Kur mit Schachtelhalmtee (Sidroga), der gut durchspült und die Blase nachweislich kräftigt. Täglich sollten 2 bis 3 Tassen davon getrunken werden. Wenn eine Herzerkrankung vorliegt, bitte vorher Rücksprache mit dem Hausarzt halten.
Ansonsten hilft es zusätzlich, täglich 100 ml Cranberry-Muttersaft zu trinken, ebenfalls als Kur für etwa 4 bis 6 Wochen.
Außerdem kann versucht werden, mit Canephron Uno (Bionorica) die Blase wieder ins Lot zu bringen. Hier sollte eine Einnahme von 1 bis 2 Dragees täglich ausreichen, die Anwendungsdauer sollte jedoch zunächst 3 Wochen nicht überschreiten, danach sieht man weiter. Es wäre ggf. auch als Langzeiteinnahme über mehrere Monate möglich, dies bedarf aber einer individuellen Begleitung und sollte nicht auf eigene Faust versucht werden.
Letztendlich ist auch die Trinkmenge ein entscheidender Faktor, wenngleich diese Maßnahme eher simpel ist: 1,5 bis 2 Liter stilles Wasser oder Kräutertee pro Tag sollten es sein, damit kann langfristig sehr viel erreicht werden. Sollte eine Herzerkrankung vorliegen und generell bei älteren Menschen reichen auch 1,5 Liter völlig aus.
Dr. Isabel Bloss
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