Eingewachsener Zehennagel
Meine 10-jährige Enkelin leidet seit 2 Jahren unter einem eingewachsenen Zehennagel. Aufgrund starker Schwellung, Rötung und Eiterbildung wurde der Nagel von einem Chirurgen keilförmig beschnitten. Leider begann der Nagel erneut einzuwachsen und zusätzlich auch ein Nagel des anderen Fußes. Leider ist die operierte Zehe bis heute geschwollen, gerötet und eitert. Wir setzen unsere ganze Hoffnung in Ihre naturheilkundliche Kompetenz!
Andrea H., E-Mail
Antwort: Es geht jetzt – neben der lokalen Therapie – vor allem um die Stärkung des Immunsystems und ggf. um die Ursachensuche.
Zunächst empfehle ich ein großes Blutbild mit Nüchtern- und Langzeit-Zuckerwerten, einer Elektrophorese, Schilddrüsen-, Leber-, Nierenwerten etc. – die schlechte Wundheilung sollte einmal grundlegend abgeklärt werden. Wichtig sind außerdem die Werte Vitamin D3, Zink, Selen, Vitamin B12 sowie Ferritin. Gerade Zink spielt bei wiederholten bakteriellen Infektionen eine große Rolle.
Parallel dazu ist es sinnvoll, das Immunsystem über die Darmflora zu stärken. Die Darmschleimhaut hängt eng mit der Wundheilung sowie der Abwehr von Keimen zusammen. Sinnvoll ist hier eine Kur mit Symbioflor 1, 3-mal täglich 15 bis 20 Tropfen über mindestens 8 Wochen; dazu täglich 1/2 Beutel Omni Biotic 6.
Homöopathisch kann die Gabe von Hepar sulfuris D12, 3-mal täglich 5 Globuli, über einige Wochen sehr gut unterstützen. Weiter ist die gezielte Gabe von Mikronährstoffen wie Zink, Vitamin D3 etc. sinnvoll und kann wesentlich zur Besserung der Symptomatik beitragen. Dies sollte jedoch erst nach der durchgeführten Blutentnahme erfolgen und individuell besprochen werden.
Dr. med. Isabel Bloss
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