Gedächtnisprobleme nach Operation
Eine Bekannte (75 Jahre) hat nach einer Herz-OP, vermutlich infolge der Narkose, ziemliche Gedächtnisprobleme. Was kann sie dagegen tun?
Karin S., E-Mail
Antwort: Die sogenannte postoperative kognitive Dysfunktion (POCD) ist gar nicht so selten. In einer Studie wurde sie bei 41 % bei Entlassung diagnostiziert, 3 Monate später wiesen noch 13 % der älteren Patienten kognitive Einschränkungen auf.
Zunächst kann hier das homöopathische Mittel Nux vomica gute Dienste leisten – eine Gabe (3 Globuli) in der C200, dann 3 bis 5 Tage warten, ob sich etwas verbessert. Falls nicht, kann die Gabe wiederholt werden.
Weiterhin können die Aminosäuren GABA und L-Taurin, Ginkgo-Extrakt, Brahmi-Kraut, Tigergras (Gotu-Kola-Extrakt) oder der Igelstachelbart-Pilz (Hericium erinaceus) helfen, die Gedächtnisleistung wieder anzukurbeln.
Auch ein Präparat aus der Mikroimmuntherapie ist sehr wirkungsvoll: 2LMEM SENIOR von Labolife (die Kapseln über dem Mund öffnen und die kleinen Kügelchen unter der Zunge zergehen lassen). Es können in schweren Fällen bis zu 4 Kapseln pro Tag genommen werden, die erste Kapsel ½ Stunde vor dem Frühstück, immer 2 Stunden Abstand lassen zwischen den Kapseln und die Einnahmereihenfolge beachten, die Kapseln sind nummeriert. Sie sind erhältlich etwa über www.fixmedika.de.
Auch die BrainStorm-Kapseln der Firma Allergy Research Group sind zu empfehlen, 2-mal 1 Kapsel pro Tag schlucken.
Auch Heilpflanzentee ist gut geeignet: Rotkleeblüten, Rosmarin und Fichtennadeln haben sich einzeln getrunken bestens bewährt.
1 TL Kraut mit 250 ml kochendem Wasser überbrühen, 25 bis 30 Minuten ziehen lassen und abseihen. 2 bis 3 Tassen pro Tag lauwarm ca. ½ Stunde vor dem Essen trinken.
HP Eva Stiegele
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