Hormon-Speicheltest
Mit großem Interesse las ich den Bericht über Gehirnchemie und Resilienz in der Märzausgabe 2026. Da ich Probleme mit dem Schlaf und trockenen Schleimhäuten habe, wäre ein Hormon-Speicheltest für mich sehr interessant. Im Internet finde ich jedoch bedenkliche Aussagen über manche Tests. Welche würden Sie denn empfehlen?
Martina B., E-Mail
Antwort: In der Regel bieten die größeren Labore auch Hormontests über den Speichel an. Es ist anzuraten, einen solchen Test über Ihren Arzt oder Heilpraktiker durchzuführen. Dabei sind einige Dinge zu beachten: Hormonhaltige Medikamente täuschen hohe Werte vor. Aus diesem Grund sollte man 24 Stunden vor dem Test keine Hormone anwenden.
Auch Lebensmittel können eine bedeutende Menge an Steroidhormonen enthalten, deshalb sind vor allem Milch, Eier und Fleisch 12 Stunden vorher zu meiden. Bei der Speichelprobe sollte eine Schaumbildung vermieden werden, ebenso wie Blutbeimengungen, die zu erhöhten Werten führen (auf farblose Speichelprobe achten). Außerdem sollte jeglicher Druck auf die Zähne unterbleiben (Sulkus-Flüssigkeit führt zur Erhöhung der Messwerte).
Zu empfehlen ist die Hormonselbsthilfe, eine unabhängige Initiative medizinischer Fachkräfte und Betroffener, die Informationen zur Selbsthilfe bei hormonellen Störungen ebenso liefert wie Anlaufstellen, an die man sich wenden kann (https://hormonselbsthilfe.de). Auf der Website kann man zwar auch einen Test bestellen, trotzdem sollte die Auswertung mithilfe eines Therapeuten erfolgen.
HP Eva Stiegele
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