Immuntherapie bei Krebs
Ich hörte von einer nebenwirkungsfreien Immuntherapie gegen Krebs. Was versteht man darunter und wo wird sie durchgeführt?
Heike K., E-Mail
Antwort: Die vom Immun-Onkologischen Zentrum Köln (IOZK) entwickelte Therapiemethode aktiviert das körpereigene Immunsystem gegen das Wachstum von Tumorzellen. Basis hierbei sind die Tumorbestandteile des Patienten. Aus einer Blutprobe werden körpereigene Immunzellen hergestellt, die mit Virus-kombinierten Tumorantigenen beladen werden und so das Immunsystem über Bestandteile der Tumorzellen informieren.
Dabei infiziert das eingesetzte Newcastle Disease Virus ausschließlich Tumorzellen. Durch diese Art der Ansteckung kann das Immunsystem die Krebszellen von den gesunden Zellen unterscheiden, sie als „gefährlich“ einstufen und eine Immunreaktion gegen die bisher als körpereigen angesehenen Zellen starten. Es werden nur jene Zellstrukturen angegriffen, die auch angegriffen werden sollen. Daher gibt es auch keine schweren Nebenwirkungen, in Einzelfällen sind jedoch leichte grippale Symptome möglich. Die IOZK-Immuntherapie wird individuell auf den Patienten und die aktuelle Tumorsituation abgestimmt.
Wenn Tumorantigene im Körper vorhanden sind und der Patient ein aktives Immunsystem besitzt, kann das Therapiekonzept bei allen soliden Krebsarten angewandt werden: Brust-, Eierstock- und Gebärmutterkrebs, Bronchialkarzinome, Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, Prostata-Tumore, Nieren- und Blasenkrebs sowie Hirntumore.
Das Therapieprinzip ist mit anderen Behandlungsmethoden kombinierbar. Die IOZK-Immuntherapie kann zu jedem Zeitpunkt einer Krebserkrankung durchgeführt werden. Im frühen Stadium werden die besten Langzeitergebnisse erzielt. Bei weiter fortgeschrittenen Erkrankungen ist die Verlangsamung des Tumorwachstums das Ziel.
Was an dieser Therapie zudem besonders ist: Ein Teil der informierten Immunzellen wandert ins Knochenmark und bildet dort ein immunologisches Gedächtnis. Es kann die Entwicklung von Metastasen verhindern und sorgt damit für eine nachhaltige Wirkung. Parallel können Hyperthermie-Verfahren das Tumorgewebe „in Stress versetzen“, um die Immunzellen verstärkt zu aktivieren. Mehr unter www.iozk.de.
HP Eva Stiegele
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