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Ernährung

Sojamilch und Erhöhung des Harnsäurespiegels

Sie berichten in der August-Ausgabe vom möglichen Harnsäure-Anstieg durch Sojamilch. Gilt dies auch für Sojajoghurt?

Antwort
Purine sind wichtige Bausteine der Nukleinsäuren, den Eiweißbausteinen, die der Körper für sein Wachstum benötigt. Beim Abbau der Purine entsteht Harnsäure, die bei manchen Menschen, vor allem Männern bei entsprechender genetischer Veranlagung, nicht in ausreichender Menge im Harn ausgeschieden werden kann. Folge ist ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut, der in Gelenken zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen führt, allgemein bekannt unter der Bezeichnung Gicht. Als Folge der Gicht kann es auch zu Störungen der Nierenfunktion sowie zu Nierensteinen kommen.
Ab der Pubertät steigt der Harnsäurespiegel, besonders bei Männern, kontinuierlich an. Steigt der Spiegel über einen Wert von 7,0 mg Harnsäure/dl an, spricht man von einer Hyperurikämie, die sich in Form eines akuten Anfalls zu einer Gicht manifestieren kann.
Überdurchschnittlich häufig leiden Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Fettstoffwechselerkrankungen an Gicht. Besonders der Alkohol spielt in der heutigen Zeit eine nicht unerhebliche Rolle: Beim Abbau von Alkohol entsteht Laktat, das die Ausscheidung der Harnsäure über die Niere hemmt. Außerdem wird durch Alkohol die körpereigene Harnsäuresynthese gesteigert und manche Alkoholika (wie Bier) enthalten darüber hinaus nicht unerhebliche Mengen Purine.
Sojaprodukte weisen ebenfalls relativ hohe Purinwerte auf, wobei es keine große Rolle spielt, ob Sojamilch, -joghurt oder andere Sojaprodukte verzehrt werden. Wenn also eine entsprechende Disposition zu erhöhten Harnsäurewerten im Blut vorliegt, sollte man nicht viele Sojaprodukte zu sich nehmen. Eine gesunde Mischkost ist hier zu empfehlen.

© 2011 NATUR & HEILEN, Beratungsservice

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