Apfelmus als Schluckhilfe
Für Menschen mit Schluckstörungen ist es besser, Tabletten mit einer weichen Speise wie Apfelmus hinunterzuschlucken, anstatt sie vorher zu zerkleinern. Offenbar garantiert diese Methode sicherere Ergebnisse als das routinemäßige Zermörsern der Tablette – so das Resultat einer systematischen Studie eines österreichischen Forscherteams, die kürzlich im Fachjournal Stroke veröffentlich wurde.
Untersucht wurden Schlaganfallpatienten, die im Schnitt 73,4 Jahre alt waren und an Schluckstörungen litten. Die Tabletten hatten verschiedene Durchmesser und wurden sowohl ganz als auch zerkleinert jeweils mit einem Teelöffel Apfelmus gereicht. Anschließend untersuchten die Wissenschaftler endoskopisch, ob es zu Arzneimittelrückständen im Rachenraum gekommen war.
„Alle im Ganzen geschluckten Tabletten gelangten ohne Anzeichen eines gefährlichen Verschluckens in den Magen“, konstatierten die Studienautoren, und „selbst die kleinste getestete Tablette schnitt hinsichtlich Schlucksicherheit und Effizienz besser ab als ihre gemörserte Variante. Die größte Tablette blieb dagegen häufiger im Bereich des Zungengrunds liegen, wurde von den Patient/innen aber meist wahrgenommen und konnte mit einem weiteren Löffel Apfelmus gut geschluckt werden.“
© NATUR & HEILEN, August 2026
