Ein harmloser Schnupfen für die einen – schwere Atemprobleme für andere
Eine Studie der Yale School of Medicine zeigte kürzlich, dass es ein ganz spezieller Abwehrmechanismus in der Nase ist, der entscheidet, ob ein Rhinovirus bei dem einen nur ein leichtes Schniefen hervorbringt und bei einem anderen Menschen schwere Atemprobleme bis hin zu lebensbedrohlichen Komplikationen auslöst.
Entscheidend ist offenbar die Interferon-Antwort direkt vor Ort in der Nase. Dieses Protein koordiniert die Abwehr, sodass die Umgebung für das Eindringen und Vermehren der Viren ungünstig wird. Für die erfolgreiche Immunantwort spielt es eine große Rolle, wie schnell die Geschwindigkeit ist, in der die Interferone von den Nasenschleimhautzellen aktiviert werden, die eindringende Erreger wahrnehmen, und wie rasch die Interferone die Abwehrproteine koordinieren.
Finden diese Vorgänge sofort statt, können sich die Erreger nicht ausbreiten, geschieht es zu langsam oder wird sogar gänzlich verhindert, können die Viren viel mehr Zellen infizieren. Die Forscher sehen in der Unterstützung von Abwehrmechanismen einen vielversprechenden Ansatz für Therapeutika.
© NATUR & HEILEN, Mai 2026
