Endometriose: Studien zu medizinischem Cannabis bestätigen positive Effekte
Medizinal-Cannabis kann eine Therapie-Option zur Symptomlinderung bei Frauen mit Endometriose sein – so das Ergebnis einer Studie aus dem Jahr 2024 am Endometriose-Zentrum der Charité – Universitätsmedizin Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Sylvia Mechsner und Janosch Kratz. Obwohl die 22 Frauen der Untersuchung im Schnitt an rund 24 Tagen pro Monat Schmerzmittel einnahmen, litten sie noch an mindestens 15 Tagen pro Monat unter Endometriose-bedingten Schmerzen.
Als Studienmedikation wurden orale Cannabisextrakte eingesetzt, die die Patientinnen morgens und abends einnahmen. Die überwiegende Mehrheit dieser Probandinnen berichtete von einer deutlichen Verbesserung, insbesondere hinsichtlich Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schlafqualität. Die positiven Ergebnisse dieser Studie wurden kürzlich von einer weiteren Untersuchung der University of Otago, Neuseeland, bestätigt. Laut Medical Tribune hält das Autorenteam der Charité die ärztlich kontrollierte Anwendung von medizinischem Cannabis für sinnvoll.
© NATUR & HEILEN, Juni 2026
