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Kurz notiert

Gendermedizin: Migräne bei Männern häufig unerkannt

Da die Symptome einer Migräne bei Männern eher atypisch sind, wird diese Erkrankung bei ihnen immer noch häufig übersehen – denn Migräne gilt als ein Leiden von Frauen. Durch dieses Stereotyp schreibt man der Migräne vor allem Symptome wie einseitigen Schläfenschmerz, Erbrechen, Empfindlichkeit auf Geräusche, Licht und Farben sowie Verschlechterung bei Bewegung zu – typische Migränesymptome beim weiblichen Geschlecht.

Männer leiden jedoch eher unter einer Aura, und die Inten­sität ihrer Schmerzen scheint geringer zu sein. Ihre Migräneattacke wird zudem vermehrt von exzes­sivem Schlaf oder Alkohol ausgelöst, schreibt die ­Medical Tribune.

Um beide Geschlechter optimal zu behandeln, brauche es mehr geschlechtsspezifische Forschung und Lehre, die Revision der Diagnose­kriterien sowie die Entstigmatisierung der Erkrankung in der klinischen Praxis, so das Forscherteam um Dr. Mira Fitzek von der Charité – Universitäts­medizin Berlin.

© NATUR & HEILEN, Dezember 2025

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