Luftverschmutzung erhöht den Blutdruck
Nicht nur unsere Atemwege leiden unter Feinstaub und Stickoxiden in der Luft, auch unser Herz-Kreislauf-System ist betroffen. Seit etwa 20 Jahren bestätigen Studien, dass eine Schadstoff-belastete Luft das Risiko für Blutdruck erhöht – und in der Folge auch die Gefahr für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Insbesondere die ganz feinen Partikel aus dem Feinstaub, sogenannte PM2,5-Feinstaubpartikel, gelangen beim Einatmen tief in die Lunge und von dort weiter in den Blutkreislauf.
„Es kommt zu oxidativem Stress“, erläutert Prof. Annette Peters, Direktorin des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München, gegenüber dem Ökotest-Magazin. „Feinstaub fördert die Bildung freier Radikale – sogenannter Oxidantien. Wenn zu viele davon im Körper zirkulieren, können sie Zellen schädigen. Langfristig werden davon auch die Gefäßwände angegriffen.“
Die Gefäßschädigungen wiederum führten zu chronischen Entzündungsreaktionen, die die innere Schicht der Blutgefäße, das Endothel, betreffen. Dadurch verlieren die Gefäße ihre Elastizität, sie können ihre Weite nicht mehr regulieren, werden eng – und der Blutdruck steigt.
© NATUR & HEILEN, Dezember 2025
