Stimme der Mutter fördert Gehirnentwicklung von Frühgeborenen

Kinder, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden, zeigen später häufiger Entwicklungsverzögerungen, auch in der Sprachentwicklung. Forschende der Stanford University School of Medicine gingen in einer Untersuchung der Frage nach, inwieweit das Hören der Stimme der Mutter über Tonaufnahmen die Gehirnentwicklung von Frühchen verbessere.
Tonaufnahmen deshalb, weil die Kleinen oft Wochen und Monate im Krankenhaus verbringen und die mütterliche Stimme daher weniger hören, als wenn sie sich im Mutterleib weiterentwickelt hätten.
Die Wissenschaftler teilten für die Studie 46 Frühgeborene in zwei Einheiten ein. Eine Gruppe mit 21 Babys bekam während der Nacht zwischen 22 und 6 Uhr zweimal pro Stunde eine 10-minütige Audioaufnahme vorgespielt, in der ihre Mütter einen Auszug aus einer Kindergeschichte vorlasen.
Die nachfolgenden Gehirnscans der Frühgeborenen zeigten bedeutsame Unterschiede zwischen den beiden Gruppen auf. Jene Kinder, die die Tonaufnahmen hörten, hatten eine wesentlich ausgereiftere Struktur in der weißen Substanz einer Gehirnregion, die als besonders relevant für die Sprachverarbeitung gilt. Der Effekt sei überraschend stark ausgefallen und verdeutliche, wie wichtig die Spracherfahrung für die Gehirnentwicklung ist.
© NATUR & HEILEN, Februar 2026
