Was der Psyche schadet, schadet auch dem Herzen
Psychische Erkrankungen können eine Rolle bei Herzinfarkten und instabiler Angina pectoris spielen – das ist das Ergebnis eines Forscherteams der University of Calgary, Kanada.
In einer Meta-Analyse von 25 Studien, die sich über den Zeitraum von 1966 bis 2021 erstreckten und Daten von über 22 Millionen Menschen erfassten, stellten die Wissenschaftler fest, dass depressive Erkrankungen, posttraumatische Belastungsstörungen und Schlafprobleme mit einem erhöhten Risiko für plötzlich auftretende schwerwiegende Herzbeschwerden einhergehen.
Die Zusammenfassung zeigt, dass Depressionen mit einem 40 % höheren Risiko für ein akutes Koronarsyndrom verbunden waren, bei Schlafproblemen waren es 60 % und bei Angststörungen sogar 63 %. Vermutlich seien es vaskuläre Risikofaktoren, proinflammatorische Zustände, übersteigerte physiologische Reaktionen auf akute Stressoren, aber auch eine genetische Verbindung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zu dem Zusammenhang von Psyche und akutem Koronarsyndrom führen können, so das Forscherteam.
© NATUR & HEILEN, Mai 2026
