Wetterfühligkeit ist keine Einbildung – trockene Wärme fördert Gichtanfälle
Viele Menschen geben an, wetterfühlig zu sein und auf Kälte, Nässe oder starke Wärme entsprechend negativ mit Schmerzen zu reagieren. Ob diese Auffassung sich wissenschaftlich untermauern lässt, untersuchte ein Forscherteam der University of Sydney. Hierfür analysierten die Wissenschaftler 11 Studien mit rund 15.300 Patienten, die unter Arthritis, Gicht, Rückenschmerzen und anderen Beschwerden des Bewegungsapparats litten.
Die meisten Beschwerden verschlechterten sich unter bestimmten Wetterbedingungen nicht, allerdings gab es einen geringen Schmerzanstieg bei der Kniearthrose unter kaltem und feuchtem Wetter. Der stärkste Zusammenhang zeigte sich bei der Gicht, überraschenderweise häuften sich die Schübe jedoch nicht bei nasskaltem Wetter, sondern bei hohen Temperaturen in Kombination mit Trockenheit. Diese Wetterlage verdoppele das Risiko für einen Gichtanfall, so Studienleiterin Dr. Manuela Ferrara.
Die Medizinerin vermutet, dass es aufgrund der trockenen Hitze zu einem Wasserdefizit im Körper kommt, sodass die Harnsäurewerte steigen und dadurch auch das Risiko für Kristallablagerungen und Gichtanfälle.
© NATUR & HEILEN, Oktober 2026
