Darf Papier in die Bio-Tonne?
In Deutschland gibt es über 800 Sammelgebiete für die verschiedenen Abfallarten, und jeder Träger darf selbst entscheiden, welche Abfälle er in der Biotonne akzeptiert und welche nicht.
Eine grobe Übersicht liefert die Internetseite der Initiative „Aktion Biotonne Deutschland“. Generell nicht in die Bio-Tonne gehört Papier, das mit Polymeren behandelt ist oder zu viele Druckfarben enthält. Sammelhilfen für Biomüll wie wenige Blatt Küchenrolle, normales Zeitungspapier oder wenig bedruckte Bäckertüten können hingegen mitentsorgt werden, genauso wie 1 bis 2 Bögen Küchenkrepp, mit dem man Fett aus der Pfanne aufgesaugt hat. Spezielle Biomülltüten, die es im Handel zu kaufen gibt, sind nicht in allen Sammelgebieten erlaubt.
Herkömmliche Kaffeefilter stören die Kompostierung nicht, Teebeutel oder Kaffeepads enthalten hingegen oft Kunststoff oder synthetische Polymere. Dies wird sich jedoch ab 2028 ändern: Dann gelten diese als Verpackung und müssen kompostierbar sein.
Um sicherzugehen, was im eigenen Sammelbezirk in der Bio-Tonne entsorgt werden darf, kann man sich im Internet beim regionalen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger oder bei der zuständigen Abfallberatung erkundigen.
©NATUR & HEILEN, Mai 2026
