Die Tigerlilie zur körperlich-seelischen Balance

Wie bei den meisten anderen Lilien wachsen auch bei der aus Japan und China stammenden Lilium lancifolium die schmalen Blätter aus einer Zwiebel. Ihren Namen verdankt sie ihrer Farbenpracht und den kräftigen dunklen Punkten.
In Asien wird ihre Heilkraft seit Jahrhunderten geschätzt, unter anderem bei Husten und Lungenerkrankungen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird die Heilpflanze auch in der Homöopathie verwendet.
Lilium tigrinum ist ein Mittel, das vorwiegend auf die weiblichen Hormone und Sexualorgane wirkt. Bei hormonell bedingten Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Schwäche oder Überreizung kann die Tigerlilie die körperlich-seelische Balance wiederherstellen. Auch bei einer Bindegewebsschwäche der Frau, die sich in Gebärmutter- und Blasensenkung, einer Reizblase oder einer mangelhaften Uterusrückbildung nach der Entbindung äußert, kann die Pflanze gute Erfolge erzielen.
Bei psychischen Begleiterscheinungen wie Reizbarkeit oder chronischer Müdigkeit kann Lilium tigrinum ebenfalls seine positive Wirkung entfalten. Das Mittel ist auch ein wichtiger Bestandteil vieler komplexhomöopathischer Arzneimittel zur Behandlung gynäkologischer Beschwerden.
©NATUR & HEILEN, September 2025
