Durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und keimtötend: Ozontherapie
Aufgrund seiner stark desinfizierenden Wirkung wird Ozon zur Beseitigung von Keimen, etwa in der Trinkwasseraufbereitung, verwendet. Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich ist die Alternativmedizin, wo die Therapie mit Ozon sich bei einer Vielzahl von Beschwerden bewährt, wie z. B. bei Bandscheibenvorfällen, Darmbeschwerden, Verbrennungen, Virus- und Pilzinfektionen, Fisteln, infizierten Verletzungen, Krampfadern, Migräne, Asthma, Allergien, Erschöpfungszuständen, Durchblutungsstörungen, Arthrose und rheumatischen Erkrankungen.
Sie hilft bei chronischen Muskel- und Gelenkschmerzen und stärkt das Immunsystem. Diese Heilmethode aktiviert die körpereigenen Antioxidantien, die uns vor Zellschäden schützen. Auch hinsichtlich der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen kann die Ozontherapie als Chance auf Genesung gesehen werden.
Es wird ausschließlich mit medizinischem Ozon behandelt, das aus reinem Sauerstoff besteht. Ozon verbessert die Sauerstoffversorgung des Gewebes und fördert die Fließeigenschaften des Blutes. Aufgrund seiner desinfizierenden, immunstimulierenden und entzündungshemmenden Wirkung wird Ozon bei der Behandlung von schlecht heilenden Wunden, wie z. B. bei Ulcus cruris (offenem Bein) angewendet.
Das Heilmittel kann unterschiedlich verabreicht werden. So wird es in oder unter die Haut gespritzt als auch in den Muskel. Sehr effektiv ist es auch in Form der Eigenblutbehandlung.
Die Ozontherapie darf nicht angewendet werden bei Krankheiten wie Anämie, Epilepsie, Bluterkrankungen sowie bei starker Schilddrüsenüberfunktion und Gerinnungsstörungen. Gleiches gilt, wenn blutverdünnende Medikamente und blutdrucksenkende Arzneimittel eingenommen werden. Auch nach einer Lungenembolie, einem Schlaganfall oder einem akuten Herzinfarkt darf Ozon nicht zum Einsatz kommen.
Die Ozontherapie wird individuell angepasst. Üblich ist ein Behandlungszyklus, der acht bis zwölf Sitzungen umfasst.
Fiona-Livia Bachmann
©NATUR & HEILEN, August 2025
