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Mensch, Natur & Umwelt

Insekten und invasive Pflanzen auf dem Vormarsch

Eingeschleppte, ursprünglich nicht heimische Tier- und Pflanzenarten, wie z. B. die Ambrosia-Pflanze oder die Tigermücke, bedrohen unsere Arten und können starke Allergien und Viruserkrankungen auslösen.

Je wärmer es bei uns wird, desto eher fühlen sich Insekten wohl, die sonst in heißeren Regionen leben. So findet man die Asiatische Tigermücke inzwischen auch hierzu­lande. Sie überträgt Erreger wie das Dengue-, das West-Nil- und das ­Zika-Virus. Dazu kommt, dass Tigermücken im Unterschied zu ­unseren heimischen Stechmücken tagaktiv und aggressiver sind.

Auch Japanische und Koreanische Buschmücken, die ebenfalls das Dengue- oder auch das Chikungunya-Fieber übertragen, sind bei uns zu finden. Die tropische Riesenzecke Hyalomma wartet nicht auf ihre Opfer, sondern verfolgt sie ­einige Hundert Meter weit. Diese Zecke mit gestreiften Beinen fand man auch schon gehäuft in Bayern. Sie überträgt nicht nur das Fleckfieber, sondern kann auch eine Insektenstichallergie auslösen.

Mücken legen ihre Eier im Wasser ab. Dafür reicht ihnen die kleinste Pfütze. Es dauert 1 bis 2 Wochen, bis die Larven schlüpfen. In Gefäßen im Garten oder auf dem Balkon sollte sich kein Wasser ansammeln. Auch durch regelmäßiges Leeren und Säubern kann man die unangenehmen Zeitgenossen aufhalten. Regentonnen deckt man am besten mit einem eng schließenden dichtmaschigen Netz oder einem Deckel gut ab.

Etwa 50 % der bei uns bekannten invasiven Pflanzenarten wie der Riesenbärenklau, die Robinie oder die Ambrosia, haben Menschen als Zier- oder Nutzpflanzen eingeführt. Die andere Hälfte kam unbeabsichtigt zu uns, etwa über Saatgut, das zufällig auch andere Samen ent­hielt. Da für manche dieser neuen Pflanzen die Bedingungen bei uns günstig sind, können sie sich innerhalb kurzer Zeit stark vermehren. Das Problem ist, dass sie unsere einheimischen Arten verdrängen und zum Teil als Unkraut großen Schaden anrichten.

Dr. Andrea Flemmer

©NATUR & HEILEN, August 2025

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