Ökologisches Putzen mit Trockendampf
Beim Putzen ist die Versuchung, zu starken Putzmitteln zu greifen, recht groß. Ökomittel beinhalten zwar weniger riskante Inhaltsstoffe, jedoch bleiben sie Chemie. Das Problem geht dabei weit über die Zusammensetzung hinaus. Denn die Rückstände, die Reinigungsmittel hinterlassen, halten Staub und Schmutz fest. Jede Oberfläche verfügt über Poren – genau wie unsere Haut. Was auf die Oberfläche gelangt, zieht in die kleinen Öffnungen und setzt sich dort fest.
Allergiker erkennen verunreinigte Flächen zu ihrem Leidwesen sofort. Und auch Studien zeigen, dass Putzmittel Allergien und Atemwegserkrankungen auslösen oder verschlimmern können. Eine falsche Anwendung begünstigt diesen Effekt zusätzlich: Keime überleben eine zu starke Verdünnung und passen sich an. Die mehrfache Verwendung von Reinigungstüchern und -schwämmen sorgt zudem für die Ausbreitung der Erreger. So erzeugt eine falsche Reinigung einen Biofilm auf Oberflächen und lässt einen neuen Bakteriennährboden entstehen.
Die Binsenweisheit „viel hilft viel“ setzen einige Menschen leider auch bei Reinigungsmitteln um. Doch je mehr verwendet wird, umso mehr muss die Oberfläche im Nachgang vom Putzmittel gereinigt werden. Hausmittel wie Soda, Natron oder Kaffeesatz hinterlassen leider ebenfalls Spuren. Essig und Co. können zudem empfindliche Materialien schädigen.
Wer ökologisch putzen will, verwendet daher am besten einen Trockendampfreiniger. Die hohen Temperaturen sorgen für Keim- und Schimmelfreiheit und seine Beschaffenheit für das Vordringen des Dampfes in kleinste Poren und Fasern. Der ausschließliche Gebrauch von Wasser erspart zudem den Kauf von Putzmitteln.
Das sogenannte Green-Cleaning-Konzept wird seit Jahrzehnten in Bereichen angewendet, in denen es besonders auf professionelle Reinheit ankommt: in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Hotels und in der Gastronomie. Auch geruchsintensive und parasitengeplagte Stätten wie Tierheime arbeiten mit dem gefahrlosen Reinheitsplan. Die Reinigungsmittelfreiheit erlaubt die Anwendung sogar auf hochempfindlichen Oberflächen wie Holz, Stuck, Textilien, Kunststoff oder Gummidichtungen.
Auf dem Markt gibt es sowohl Modelle zur professionellen Nutzung als auch zum privaten Gebrauch.
©NATUR & HEILEN, September 2025
