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Gesundes Leben

Wann ist die Einnahme von Elektrolyten angesagt?

Elektrolyte sind in Wasser gelöste Mineralsalze wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid, Phosphat oder Bicarbonat. In Flüssigkeit zerfallen sie in Ionen, von denen ein Teil positiv, der andere negativ geladen ist. Aufgrund ihrer gegensätzlichen Ladung können sie Strom leiten und auf diese Weise Informationen zwischen Nervenzellen transportieren.

Elektrolyte sind für den reibungslosen Ablauf vieler Körperfunktionen erforderlich, z. B. für die Regulation des Flüssigkeitshaushalts und des Blutdrucks. Sie sind am Zellstoffwechsel, der Steuerung der Muskel- und Nervenfunktionen sowie der Energiegewinnung aus unserer Nahrung beteiligt. Sie sorgen dafür, dass unser Körper nicht übersäuert oder zu wenig Säure bekommt. Schließlich haben sie auch eine wichtige Aufgabe bei der Erhaltung der Dichte und Stabilität von Zähnen und Knochen.

Zu viel oder zu wenig an Elektrolyten stört viele Körperfunktionen bis hin zu lebensbedrohlichen Komplikationen.

Leidet man unter Durchfall und Erbrechen, verliert man viele Elektrolyte, ebenfalls wenn man stark schwitzt, wie etwa beim Sport. Diäten oder entwässernde Medikamente sind ebenfalls Elektrolyt-Räuber. Auch durch Überanstrengung oder starken Alkoholkonsum kann es zu einem Mangel kommen. Dieser kann zu Schwindel, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Müdigkeit, Erschöpfung, Krämpfen oder Muskelschwäche führen. Zu wenig an Calcium und Kalium kann zudem Herzrhythmusstörungen hervorrufen.

Der Körper kann Elektrolyte nicht selbst bilden, man muss sie zuführen. Dies geschieht normalerweise über Getränke und Nahrung. Vor allem Leistungssportlern und Bergwanderern ist zu empfehlen, Elektrolytgetränke zu sich nehmen. Das optimale Sportgetränk ist isotonisch oder leicht hypoton, sodass sich der Körper schnell mit Wasser und Kohlenhydraten versorgen kann, damit er leistungs­fähig bleibt.

Das ist z. B. bei einer Schorle aus natriumreichem Wasser und Fruchtsaft (2:1) der Fall. Weitere hypotone Getränke sind ungesüßte Kräutertees. Wer viel geschwitzt hat, kann auch eine Prise Kochsalz hinzufügen, um den Verlust von Natrium auszugleichen. Der weitere Zusatz von Mineralien oder Vitaminen ist überflüssig, ihr Bedarf sollte über eine normale Ernährung gedeckt werden. In den fertigen Iso-Drinks stecken oftmals reichlich Aromastoffe, Farbstoffe, Süßstoffe und überflüssige Vitaminzusätze.

Im Unterschied zu Leistungssportlern benötigen Hobbysportler und -sportlerinnen keine Elektrolytpräparate. In diesem Fall ist eine stärker verdünnte Saftschorle aus einem Teil Saft und drei Teilen Wasser ausreichend. Sie sorgt vor allem für Flüssigkeitsnachschub. Dagegen sind unverdünnte Säfte, Limonaden und Eistee aufgrund ihres hohen Zuckergehalts hyperton und als Flüssigkeitslieferanten ungeeignet.

Dr. Andrea Flemmer

©NATUR & HEILEN, Februar 2026

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