Ernährung

Winterportulak

Das auch unter dem Namen Gewöhnliches Tellerkraut bekannte Blattgemüse stammt ursprünglich aus Nordamerika. Die Pflanze ist sehr frostfest und kann ohne Probleme in das Gemüsebeet integriert werden. Auch auf dem Balkon kann sie angepflanzt werden. Der nussig schmeckende Winterportulak (Claytonia perfoliata) ist reich an Vitamin C, Magnesium, ­Eisen, Kalium und Calcium. Besonders hervorzuheben ist sein hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren.

Zum Verzehr eignen sich Blätter, Stängel und Blüten, die Wurzel kann man kochen, ältere Blätter blanchieren wie Spinat. Er schmeckt frisch als Salat, kleingeschnitten kann man ihn in Quark und Frischkäse geben oder einfach aufs Butterbrot streuen. Die Knospen dienen eingelegt als Kapernersatz, die gekochten Wurzeln schmecken ähnlich wie Wasserkastanien. Locker gelagert und mit einem feuchten Tuch abgedeckt halten sich die Blätter im Kühlschrank etwa eine Woche.

Portulak schmeckt nicht nur gut, sondern kann auch als Heilpflanze eingesetzt werden, u. a. äußerlich als Mittel gegen Rheuma. Der Saft soll den Appetit anregen. Medizinisch nachgewiesen sind zudem positive Effekte auf die Blutreinigung und gegen Arterienverkalkung. Aufgrund der enthaltenen Oxalsäure sollten Menschen mit Gicht, Rheuma, Arthritis oder Nierenerkrankungen jedoch keine großen Mengen roh verzehren.

©NATUR & HEILEN, Januar 2026

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