Geduld im Kleinen wie im Großen

Zunächst sind es kleine Dinge, denen wir unsere Aufmerksamkeit schenken sollten. Denn wenn wir Nebensächliches in Ordnung bringen, wächst auch die Kraft zur Bewältigung der großen Dinge. Diese weise Haltung scheint im asiatischen Raum besser beherrscht zu werden als im europäischen. Der folgende Text stammt aus den Aufzeichnungen von Eugen Herrigel, bekannt durch sein Buch „Zen in der Kunst des Bogenschießens“.

 Ein Europäer schlägt etwa im Unmut die Türe zu. In Ostasien hält man das nicht für ein Symptom von Charakter oder Ausdruck kraftvoller Persönlichkeit, sondern sieht es als Entgleisung an, die man ernst nehmen sollte. Wer so etwas getan hat, wird es also nicht wie die Europäer für situationsgerecht finden oder bestenfalls entschuldigend zu sich sagen: „Da ist mir halt der Gaul durchgegangen.“ Sondern: Er geht zur Türe zurück, öffnet sie, schließt sie leise und sagt zu ihr: „Ich bitte um Entschuldigung.“ Von da ab beachtet er unwillkürlich, wie er Türen schließt.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Märzheft 2014 lesen.

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