Kariesverhütung

Ich mache mir große Sorgen um meine fünfjährige Enkeltochter, die sehr schlechte Zähne hat. Es mussten bereits zwei Stockzähne wegen Karies gezogen werden.

Antwort

 

Bei ausreichender vollwertiger Ernährung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien stellt sich die Frage, wieso es zu einer so starken Säurebildung in der Mundhöhle des Mädchens und aufgrund dessen zu Karies kommt. Denn Karies entsteht dadurch, dass bestimmte Bakterien, Streptococcus-mutans-Bakterien, in der Mundhöhle vorhanden sind, die von Zucker leben. Als Abbauprodukt bildet sich Säure, die die Zähne angreift, woraus Karies entsteht. Es sind jedoch erst länger anhaftende Plaques auf den Zähnen, die Karies zur Folge haben, und die sich immer erst dann bilden, wenn die Zähne nicht oft oder nicht sehr gründlich geputzt werden.

Es empfiehlt sich in jedem Fall, mit einer elektrischen Zahnbürste zu putzen, da hierdurch viel effektiver der Belag von den Zähnen entfernt wird. Manchmal liegt es auch an der falschen Technik, in diesem Alter sollten Eltern also immer noch mitputzen, bzw. nachputzen. Süßigkeiten können aus verschiedenen Gründen für Kinder kein komplettes Tabu sein, doch sollte man sie in kleinen Mengen nach der Mittagsmahlzeit oder nach dem Abendessen geben und nicht zwischendurch. Nach sehr säurehaltigem Essen wie Salat mit Essigdressing, nach Fruchtsäften oder säurehaltigem Obst sollte man noch etwa 30 Minuten warten, da die Säure die Zähne weich macht und das Putzen dann eher Schäden anrichtet. Hat man nicht die Möglichkeit, nach dem Essen die Zähne zu putzen, ist auch ein zuckerfreier, xylitolhaltiger Kinderkaugummi zu empfehlen, der die Speichelproduktion steigert und dadurch kurzfristig hilft, die Säure und den Zucker von den Zähnen wegzuspülen.

Aus naturheilkundlicher Sicht wäre auch eine homöopathische Konstitutionsbehandlung denkbar, da schlechte Zähne aus homöopathischer Perspektive eher anlagebedingt sind und nicht nur eine lokale Beschwerde. Ein Mittel, das sowohl homoöpathisch als auch als Schüßler-Salz mit dem Aufbau von Zähnen assoziiert ist, ist Silicea, die Kieselsäure. Auch Staphisagria käme infrage, doch sollten beide Mittel wegen der ausführlichen Anamnese unbedingt in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Homöopathen gefunden werden.

Des Weiteren ist auch der „Aufbaukalk“ von Weleda ein wirksames Mittel, eine Messerspitze morgens (Aufbaukalk 1) und eine Messerspitze abends (Aufbaukalk 2). Doch als alleinige Therapie wird das aus unserer Sicht nicht ausreichen, eher als Unterstützung einer ganzheitlichen Therapie, die die gesamte Symptomatik Ihrer Enkeltochter mit einbezieht.

 

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