Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Nägel kauen – was tun?

Bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ist das Kauen an den Fingernägeln entweder eine schlechte Angewohnheit oder oft auch ein Zeichen von Nervosität und emotionalem Stress, der von Spannungen in Familie, Kindergarten, Schule, Beruf oder unter Freunden herrührt. Obwohl dieses Phänomen meist vorübergehend ist, können die nicht mehr vorhandenen „Krallen“ ein deutliches Zeichen der Unterdrückung von Wut und Aggression sein. Der eigenen Waffen beraubt, zeugen bis auf die Nagelsohle abgekaute Fingernägel von ungelösten Konflikten, die auf diese Weise ein Ventil gefunden haben.
Zur Stabilisierung der Emotionen eignen sich beispielsweise Bachblüten wie „Agrimony“ (höfliches Überspielen der Ängste und Nöte, Scham), „Cherry Plum“ (starker innerer Druck, Wutausbrüche, Überdrehtheit), „Elm“ (Überforderung, Leistungsdruck), „Star of Bethlehem“ (Schock durch Trennung, Unfall, Verlust), „Walnut“ (Überforderung in neuen Situationen, Kindergarten, Beruf) oder „Willow“ (machtlos dem Schicksal ausgeliefert sein). Zudem hilft eine regelmäßige, sorgfältige Maniküre oder das Lackieren der Fingernägel mit bitteren Tinkturen (Apotheke). Sind Stress und Reizüberflutung die Ursache, kann das Streichen von Aktivitäten sinnvoll sein, ebenso die Organisation des Tagesablaufs mit genügend Ruhephasen – ohne Handy, Computer und Co., aber mit viel Bewegung im Freien, mit Fantasiereisen und Entspannungsübungen.
Eine bewährte verhaltenstherapeutische Methode, das Habit Reversal Training (HRT, Verhaltens-Umkehr-Training) kann ebenfalls versucht werden. Es besteht aus vier Schritten:
1. Beobachtung: Bewusstes Herausfinden, wann und in welchen Situationen man kaut und warum. Die Notizen im Tagebuch aufschreiben.
2. Ersatzhandlung: Sobald das Bedürfnis zum Nägelkauen aufkommt, etwas tun, das damit nicht in Verbindung steht. Zum Beispiel eine Schutzfaust machen, sich auf die Hände setzen oder einen Softball kneten und gleichzeitig ein Kaugummi kauen.
3. Motivation: Die Gründe, mit dem Nägelkauen aufzuhören, immer wieder bewusst werden lassen.
4. Festigung: Das Im-Geiste-Üben von Situationen, in denen statt Nägel zu kauen die neue Ersatzhandlung ausgeführt wird.

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