Krankheit & Heilung

Dornwarzen an der Fußsohle

Ich leide schon seit längerer Zeit unter Warzen an den Fußsohlen. Nun beginnen sie aber teilweise sehr schmerzhaft zu werden und ich kann deshalb keine langen Strecken mehr laufen. Wissen Sie wirksame Heilweisen gegen diese lästigen Begleiter und wie entstehen sie eigentlich?

Antwort
Warzen werden fast ausschließlich durch Infektion (Schwimmbad, Körperberührung o.ä.) übertragen. Es muss aber immer eine geschwächte Abwehrkraft vorliegen, sonst könnten die Erreger, meist Viren, sich nicht einnisten.
Warzen gehören zu den verbreitetsten Hauterkrankungen überhaupt, etwa 10 % aller jungen Erwachsenen im Alter bis zu 30 Jahren haben eine oder mehrere Warzen an ihrem Körper. Aber auch Erwachsene und ältere Menschen leiden vermehrt unter Warzenbefall. Auch wenn die meisten der stecknadel- bis erbsengroßen Knötchen (außer an den Fußsohlen) keine Schmerzen verursachen, können sie doch einen enormen Leidensdruck auslösen, vor allem dann, wenn sie sich im Gesicht ansiedeln. Und regelrechte Panik kommt schließlich auf, wenn immer wieder davon zu lesen ist, dass einige Warzen zu Hautkrebs führen können. In der Regel stellen sie aber kein Hautkrebsrisiko dar – gleichwohl ist ihre Behandlung nicht einfach.
Es spielen in der Hauptsache zwei Warzenarten eine besondere Rolle. Die meisten von ihnen gehören zu den sogenannten Plantarwarzen, auch Stachel-, Stech– oder Dornwarzen genannt, die sich vorzugsweise bei Jugendlichen und Kindern ansiedeln. Bei den Plantarwarzen handelt es sich um stecknadel- bis linsenkopfgroße, anfangs hautfarbene, später manchmal leicht bräunlich pigmentierte Hautveränderungen. Sie sind in die Hornschicht der Haut eingelassen, flach und haben häufig einen tief in die Unterlagen gesenkten Dorn. Dieser verursacht bei Belastung oft erhebliche Schmerzen. Vorwiegend werden Fußsohlen befallen. Es können im Einzelfall auch andere Körperstellen wie Arme, Hände, Knie oder Unterschenkel betroffen sein, aber auch Nägel und die Nagelumgebung.
Die Übertragung erfolgt vor allem in öffentlichen Schwimmbädern oder Saunen, meistens indirekt über die Barfußflächen. Aber auch Wärmebänke, Sitzbänke etc. können befallen sein. Die größte Gefährdung ist in den Umkleide- und Duschräumen zu erwarten, wo man am engsten zusammen kommt. Es ist offensichtlich so, dass durch die Aufweichung der Haut durch das Wasser und den Wasserdampf die Viren begünstigt in die Haut eindringen können.
Man unterscheidet Warzen durch ihren unterschiedlichen Erregertypus. So werden die Dornwarzen u. a. hervorgerufen durch den Papilloma-Virus.
Im allgemeinen sind Warzen relativ harmlos und neigen gerade in der Kindheit und Jugend dazu, spontan abzuheilen, wenn die Immunkraft entsprechend gestärkt ist. Grundsätzlich sind Viren nur schwer durch spezifische Arzneimittel zum Rückzug zu bewegen. Es gibt eine ganze Reihe von ihnen, die nie ganz beseitigt werden können, sie „schlummern“ also lebenslang im Körper eines Menschen und können jederzeit durch entsprechende Reize oder Situationen reaktiviert werden. Es gilt also vor allem, das Abwehrsystem so zu stärken, dass die Viren nie überhand nehmen können.
Von Warzen befallene Kinder und Erwachsene sollten öffentliche Schwimmbäder, Saunen etc. zum Wohle ihrer Mitmenschen vorübergehend bis zur Ausheilung meiden. Zur grundsätzlichen Behandlung empfiehlt sich eine allgemeine konstitutionelle homöopathische Behandlung, um die Abwehr zu stärken und die Haut von innen heraus zu regenerieren. Als Hauptmittel wird meist „Thuja“ versucht, aber der Homöopath muss individuell das geeignete Mittel heraussuchen.
Zur Stärkung des Hautmilieus kann zusätzlich regelmäßig eine Enzymsalbe (rezeptfrei aus der Apotheke) aufgetragen werden, aber auch das regelmäßige Einreiben mit Rizinusöl, eventuell verdünnt mit Jojoba– oder Mandelöl, oder mit Aloe-vera-Gel lässt nicht nur Warzen, sondern auch andere Hauterscheinungen verschwinden. Pures Rizinusöl ist relativ zäh und schwer einzureiben, aber es tut den Füßen sehr gut, wenn Sie sich abends vor dem Schlafengehen und morgens nach dem Aufwachen die Füße damit einmassieren, bis das Öl fast ganz eingezogen ist. Damit das Bett nicht ölig wird, können Sie über Nacht auch Strümpfe anziehen. Bitte hinterher die Hände waschen, damit die Viren, die durch die Massage an den Händen sind, nicht auf den übrigen Körper verteilt werden.
Auch Vitamin-C-Pulver, mit Wasser vermischt, kann auf die Warzen aufgetragen werden. Manche schwören auf die morgendliche Waschung mit Urin oder das Bestreichen mit Speichel gleich nach dem Aufwachen. Auch können betroffene Hautpartien mit  „Thuja Extern“ von DHU oder mit frischem Schöllkraut bzw. der Schöllkraut-Tinktur betupft werden. Eine weitere Möglichkeit ist Teebaumöl. Die Warzen werden mehrmals täglich mit einem Wattestäbchen voller Teebaumöl betupft, dies kann aber leicht zu Reizungen führen.
Bevor man die Warze mit Thujatinktur, Teebaumöl oder anderen Mitteln betupft, empfiehlt es sich, die betroffene Stelle 10 Minuten lang in warmem Wasser zu baden, damit die Wirkstoffe in die so aufgeweichte Haut besser eindringen können. Dann die Tinktur oder das Öl etwa 5 Minuten einwirken lassen und anschließend die Warze mit einem Schnellverband abdecken. Die Behandlung sollte 2- bis 3-mal täglich durchgeführt werden.
Alle Verfahren müssen lange genug durchgehalten werden, damit die Warzen auch wirklich ein für alle mal verschwinden, d. h. 3 – 4 Wochen sollten Sie dran bleiben. Aber dann werden Sie von den schmerzenden Warzen befreit sein! Die Ernährung bzw. Nahrungsergänzung sollte viel Vitamin A (Betakarotine), C und E enthalten.
In der Volksmedizin immer noch verbreitet ist der Trick, vor allem bei Kindern die Warzen zu „besprechen“, also ein wenig auf sie zu spucken und dabei ein paar heilbeschwörende Formeln aufzusagen. Merkwürdigerweise hilft dies relativ häufig!

© 2005 NATUR & HEILEN, Beratungsservice

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