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Krankheit & Heilung

Glaskörpertrübung und Mouche volantes

Ich leide unter einer unangenehmen Glaskörpertrübung. Die Augenärzte meinten, man könne dabei nichts machen. Vielleicht hat die Naturheilkunde dazu einen Rat?
 

Antwort
Meist handelt es sich bei derartigen Phänomenen um die sogenannten Mouches volantes, die fliegenden Mücken. Dies sind kleine schwarze Punkte, Flecken oder fadenartige Strukturen, die in der Glaskörperflüssigkeit umherschwimmen und sich gemeinsam mit der Blickrichtung oder beim Beugen des Kopfes “huschend” verschieben. Man sieht sie vor allem vor hellem Hintergrund, wenn man z.B. in den Himmel schaut. Mit zunehmendem Alter wird der Glaskörper bei allen Menschen flüssiger, bei Kurzsichtigen früher. Infolge dieser Verflüssigung können sich die vorher fein verteilten Glaskörperfasern und -klümpchen (die Collagenfibrillen) kondensieren und aneinanderlagern und so groß werden, dass das Auge sie wahrnimmt. Diese Mouches volantes bilden sich bei allen Menschen, die meisten nehmen sie allerdings kaum wahr, sie sind auch gesundheitlich nicht von Belang, denn die Sehschärfe wird nicht beeinträchtigt. Sie können aber durch besondere Ausprägung so belastend werden, dass die Betroffenen vor allem seelisch sehr darunter leiden, weil kein normales Sehen mehr möglich ist.

Versucht werden kann Lasertherapie, sie ist aber wenig erfolgversprechend, und Augenakupunktur sowie alle Maßnahmen, die den Stoffwechsel normalisieren und die Ausscheidungsorgane Leber und Nieren entlasten. Meist müssen die Betroffenen vor allem lernen, mit dieser Störung zu leben, was zunehmend belastend ist.
Wird der Leidensdruck zu groß, besteht die Möglichkeit einer Vitrektomie, dies ist eine Operation, bei der der Glaskörper entfernt wird und durch Flüssigkeit, Luft, Gas oder Öl ersetzt wird. Da dieser Eingriff nicht ganz unproblematisch ist, sollte er nur der letzte Ausweg sein und von guten Spezialisten durchgeführt werden.

Die Glaskörperverflüssigung ist allerdings in einer Hinsicht nicht harmlos. Der flüssige Glaskörper bewegt sich bei Blickbewegungen gegenüber der Netzhaut. Falls manche seiner Fasern an einzelnen Netzhautstellen festhaften, übt die Augenbewegung dort einen Zug aus, der wiederum ein Loch in der Netzhaut verursachen kann. Durch ein solches Netzhautloch kann verflüssigter Glaskörper unter die Netzhaut gelangen und letztlich eine Netzhautablösung hervorrufen. Ein Augenarzt ist also unverzüglich aufzusuchen, wenn Sie Lichtblitze wahrnehmen, insbesondere, wenn ihre Häufigkeit und Dauer zunehmen.

Trübungen des Glaskörpers können aber auch aus anderen verschiedenen Ursachen entstehen, u.a. durch Entzündungen, Blutungen (wahrgenommen als “Russregen”), Verletzungen oder Tumore. Hier muss je nach Ursache eventuell schnell gehandelt werden. Die gezielte Therapie sollte immer nach fachärztlicher Verordnung erfolgen. Da Ihnen aber gesagt wurde, dass eine Behandlung nicht möglich ist, erscheint ein Versuch mit Selbsthilfe vertretbar – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Verlauf weiterhin regelmäßig fachlich überwacht wird.

Intern eignet sich zur Selbstbehandlung am besten ein homöopathisches Komplexmittel mit mehreren Wirkstoffen, das verschiedene Augenkrankheiten günstig beeinflusst, z.B. die rezeptfrei in der Apotheke erhältlichen Oculoheel Tabletten nach Gebrauchsanweisung. Gezielter kann ein individuell ausgewählter homöopathischer Wirkstoff helfen, der allerdings fachlich verordnet werden müsste.
Ergänzend empfiehlt sich extern zur Regeneration noch ein homöopathischer Komplex wie Conjunctisan Augentropfen. Wahrscheinlich eignen sich in diesem Fall die Conjunctisan A Augentropfen am besten, aus der Ferne lässt sich aber nicht zuverlässig beurteilen, ob vielleicht Conjunctisan B Augentropfen angezeigt sind, das muss ausprobiert werden; jedenfalls sollte mit Conjunctisan A begonnen werden. Eine Gewähr für die Wirkung gibt es naturgemäß nicht, Besserung kann im Einzelfall erzielt werden, in der Regel allerdings erst nach längerer Anwendung.

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