Krankheit & Heilung

Glucosaminsulfat bei Arthrose

In Ihrem Bericht über Glucosaminsulfat bei Arthrose in NATUR & HEILEN 8/01 geben Sie einen auffälligen Heilungserfolg des Knorpels an. Eine klinische Studie dazu belegt jedoch entgegengesetzte Ergebnisse. Können Sie das erklären?
 

Antwort
Zu wissenschaftlichen Untersuchungen von Heilmitteln ist grundsätzlich festzustellen, dass gerade bei neueren Produkten zunächst oft widersprüchliche Ergebnisse gewonnen werden, bis sich schließlich eine einheitliche Meinung bildet. Das hängt unter anderem von der Fragestellung der Studien ab.

Die Verbreiterung des Gelenkspalts, die bei der von Ihnen angegebenen Studie als Kriterium herangezogen wurde, gibt allein nicht hinreichend Auskunft über die Wirksamkeit. Wesentlich wichtiger sind bei Arthrosen die Schmerzlinderung und Verbesserung der Gelenkfunktionen – und da gibt ja auch diese neue Studie eine wesentliche Verringerung der Beschwerden an. Das lässt sich nur daraus erklären, dass tatsächlich eine Regeneration des geschädigten Knorpels erfolgt, wie es die uns vorliegenden Ergebnisse eindeutig bestätigen. Deshalb darf man neue Medikamentenstudien nicht fehl- und überbewerten (neu bedeutet in dem Fall nicht unbedingt besser).

Allerdings wird die Regeneration nicht immer lebenslang anhalten, denn die Ursachen der Arthrose bestehen ja häufig fort. Folglich ist die Behandlung mit Glucosaminen eine Langzeit-/Dauertherapie. Das lässt sich bei der guten Verträglichkeit auch vertreten. Obwohl Sie skeptisch sind, sollten Sie die Glucosamine einige Zeit anwenden, mit hoher Wahrscheinlichkeit bessert sich Ihr Zustand. Erwähnt werden sollte auch, daß gleichzeitig Enzyme eingenommen werden sollten (z.B “Wobenzym”), denn durch dieser werden eventuelle Entzündungprozesse im Gelenk ausgeheilt.

Der Schulmedizin stehen bei Arthrose außer einer Operation praktisch nur schmerz- und entzündungshemmende chemische Arzneimittel zur Verfügung, die zu erheblichen Nebenwirkungen führen können.

Das Therapieangebot der Naturheilkunde ist Homöopathie, pflanzliche Zubereitungen mit Brennessel oder Teufelskralle, kalte Gelenkgüsse und -wickel, Kältekompressen, Heilerde-, Heublumen- oder Moor-Gelenkpackungen, Hautreiztherapie mit geeigneten Salben oder Injektionen, Eigenblut-, Enzym-, Neuraltherapie, Akupunktur und streng vegetarische Diät, zum Teil auch Saft-, Rohkost- und Teefastenkuren. Damit können gute Wirkungen erzielt werden. Was in diesem Fall am effektivsten ist, lässt sich aus der Ferne nur schwer beurteilen, das muss ein Naturmediziner vor Ort entscheiden.

Zum Schluss möchten wir noch ein Buch nennen:

Gerhard Leibold: “Arthritis und Arthrose”, Dr. Werner Jopp Verlag, Wiesbaden.
ISBN 3-926955- 96-1.

Sicher können Sie hieraus weitere wertvolle Informationen gewinnen.

© 2001 NATUR & HEILEN, Beratungsservice

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