Krankheit & Heilung

Lipom

Ich habe ein Lipom, was kann ich dagegen tun?

Antwort
Lipome sind gutartige Fettgewebs-Neubildungen, meist in der Unterhaut der Glieder oder des Rumpfes, die langsam wachsen. Eine Therapie ist grundsätzlich nicht erforderlich, sofern sie nicht behindern oder die Funktionen von Organen stören.

Da auch Ihre Mutter daran litt, kann davon ausgegangen werden, daß die Veranlagung vererbt wurden. Das erschwert die Therapie naturgemäß. Die sicherste Methode besteht in der chirurgischen Entfernung, in der Regel ein relativ harmloser Eingriff. Allerdings kann die Operation nicht verhindern, daß neue Lipome entstehen, denn die Erbanlage wird dadurch ja nicht beseitigt.

Um die Konstitution und damit auch die Erbanlage zu beeinflussen, empfiehlt es sich, eine klassische homöopathische Therapie zu beginnen, die als eine der wenigen Therapiemöglichkeiten gilt, auch Erbanlagen in gewissem Sinn zu korrigieren. Das geeignete Mittel muß aber individuell ermittelt und fachlich verordnet werden. Eine Wirkung ist erst nach längerer Anwendung zu erwarten, also haben Sie etwas Geduld.

Auch wenn es nicht gelingen sollte, die vorhandenen Lipome damit zurückzubilden, kann eine Langzeittherapie mit den der Situation entsprechenden Mitteln dazu führen, das Wachstum der Lipome zu hemmen und neuen vorzubeugen.

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▶ Allgemeines

Lipom: langsam wachsende Tumoren im Fettgewebe

Die Bezeichnung “Tumor” löst meist, sobald sie gefallen ist, Angst und Verunsicherung aus. Doch nicht jeder Tumor ist wirklich bedrohlich und oft ist erst dann Handlungsbedarf gegeben, wenn es zu Einschränkungen kommt. Zumindest trifft dies auf gutartige Tumore wie das Lipom zu. Bei dem Lipom handelt es sich um einen langsam wachsenden Tumor, der harmlos ist und sich aus den Fettzellen bildet. Meistens entsteht er direkt im Fettgewebe von der unteren Hautschicht. In den meisten Fällen bleibt das Lipom beschwerdefrei. Es gibt mitunter aber Ausnahmen. Hier führen die Tumore zu Schmerzen oder können, wenn sie sich an ungünstigen Stellen bilden, sogar Bewegungseinschränkungen nach sich ziehen. In diesem Fall ist Handlungsbedarf gegeben.

Wo kommt das Lipom vor?

Das gutartige Lipom bildet sich an unterschiedlichen Stellen. Neben dem Rumpf sind auch Schulter- und Nackenbereich betroffen. Ebenso kann es sich an Beinen und Armen entwickeln. Generell ist eine Bildung an sämtlichen Körperstellen möglich. Jedes Lipom setzt sich aus Fettzellen zusammen, die in einer Kapsel eingeschlossen sind. In den meisten Fällen misst ein Lipom tatsächlich nur wenige Zentimeter. Ausgenommen davon sind sogenannte Riesenlipome. Sie messen über zehn Zentimeter. Unter Druck kann ein Lipom nachgeben. Es lässt sich dann gemeinsam mit der Haut leicht verschieben.

Die Entstehung von einem Lipom

Bis heute ist gänzlich unbekannt, warum sich unter der Haut ein Lipom bildet. Ein Großteil dieser Tumoren tritt in der unteren Hautschicht auf. Dort ist es auch gut erkennbar. Es gibt aber auch einige Ausnahmen. So ist es durchaus möglich, dass sich ein Lipom in einer tieferen Gewebeschicht zu erkennen gibt. Es gibt auch Fälle, in denen es im Magen-Darm-Trakt zu finden war. Bislang konnte lediglich festgestellt werden, dass ein Lipom bei einigen Menschen häufiger vorkommt als bei anderen. Dies trifft vor allem auf Menschen zu, die unter Adipositas oder Diabetes mellitus leiden. Auch bei Fettstoffwechselstörungen scheint es vermehrt zur Bildung von einem Lipom zu kommen. Weiterhin können aber auch verschiedene genetische Faktoren die Lipom-Bildung begünstigen.

Wie bei anderen Geschwülsten gilt auch beim Lipom, dass es ratsam ist, dass dieses medizinisch abgeklärt wird. Dies betrifft vor allem die Auswucherungen, die sehr schnell wachsen und schmerzen. Auch bei Rötungen sollten Sie in jedem Fall reagieren.

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