Chronische Krankheiten: Eisenmangel wird oft nicht erkannt
Menschen mit einer chronischen Erkrankung sind häufig gefährdet, dass bei ihnen ein paralleler Eisenmangel übersehen wird. Die unspezifischen Zeichen der Schwäche wie Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsstörungen, die mit dem fehlenden Eisen einhergehen, ähneln oft auch den Symptomen der Grunderkrankung und werden jenen zugeschrieben.
Dies gilt vor allem für Betroffene einer Herz- oder Niereninsuffizienz und einer entzündlichen Darmerkrankung. Nur bei nahezu jedem Zweiten, der von einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung betroffen ist, wird der Eisenmangel erkannt, und er erhält eine Anämie-Behandlung. Ohne Substitution verschlechtern sich jedoch die Krankheitsverläufe. So geht das Eisendefizit bei einer chronischen Niereninsuffizienz mit einer erhöhten Sterblichkeit einher.
Auch bei kardiologischen Erkrankungen schränkt der Mangel die Belastbarkeit der Patienten häufig zusätzlich ein. Die gezielte Untersuchung und eine angepasste Therapie sind daher bei chronisch Erkrankten sehr zu empfehlen.
© NATUR & HEILEN, Januar 2023