Eisenmangel durch Joggen?

Schädigt Joggen die roten Blutkörperchen, und könnte daher mein Eisenmangel kommen?
 
Antwort

Die in Ihrem Brief beschriebene Theorie, daß beim Joggen die roten Blutkörperchen "zerhauen" werden und deshalb nicht so viel Eisen speichern, ist nicht ganz aus der Luft gegriffen. Wie Studien aus USA inzwischen aufzeigen, scheint bei zu intensivem Laufen auf hartem Asphalt die ständige Erschütterung tatsächlich die roten Blutkörperchen zu verletzen. Hinzu kommt aus gleichem Grund eine Plasmavermehrung, so daß das Blut durch die vermehrte Flüssigkeit dünner wird. Die Folge ist eine Verminderung der roten Blutkörperchen und somit kommt es zur Blutarmut.

Bei Ihnen kann sich zusätzlich der niedrige Eisenwert auch aus den Blutverlusten der vorangegangenen Blutspenden erklären. Wahrscheinlich wäre es gut, wenn Sie einige Zeit darauf verzichten, dann werden sich die Blutwerte sicherlich wieder normalisieren. Das Joggen sollten Sie ebenfalls erheblich einschränken und vor allem auf weichem Waldboden o.ä. laufen. Durch regelmäßige Laborkontrollen können Sie dann herausfinden, ob das Einschränken des Joggens tatsächlich die Ursache Ihrer Anämie ist.

Natürlich ist nicht ganz auszuschließen, daß der Eisenmangel auch aus krankhafter Ursache bei Ihnen entsteht, wie z. B. durch eine Störung in der Eisen-Verwertung. Das kann aber nur labordiagnostisch und durch gründliche Untersuchung abgeklärt und dann gezielt behandelt werden. Diese Untersuchung sollten Sie in jedem Fall durchführen lassen, damit keine mögliche Krankheit verschleppt wird.

Beim nicht krankhaften Eisenmangel empfiehlt sich zur Regeneration Vollwertkost mit reichlich rohem Obst und Gemüse, insbesondere Lauch, Tomaten, und Kopfsalat, am besten stets mit frisch gepreßtem Zitronensaft zubereitet; das verbessert die Eisen-Aufnahme aus dem Darm.

Zusätzlich kann ein Eisenpräparat eingenommen werden; am besten vom Magen verträglich ist das zweiwertige "Lösferron" in Form von Brausetabletten(rezeptfrei in der Apotheke). Verlaufskontrollen sind jedoch anzuraten; nach 2 - 3 Monaten (ohne Blutspenden) sollte der Eisenmangel beseitigt sein!


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