Juckende und schuppende Kopfhaut

Seit einiger Zeit leide ich unter einer sehr trockenen, juckenden und schuppigen Kopfhaut. Es handelt sich um kleine weiße Schuppen, die sich lösen, wenn man darüber kämmt oder kratzt. Da Sie immer gute Tipps für Ihre Leser haben, hoffe ich auf Ihre Hilfe.

 

Antwort

Der Juckreiz könnte von einem erhöhten Zuckerkonsum herrühren, es können aber auch andere Ursachen dahinterstecken, wie beispielsweise Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten. Dies lässt sich durch eine Auslassdiät herausfinden, bei der 3 bis 4 Tage lang z. B. Zucker weggelassen und dann in einer Art „Provokationstest“ etwas mehr Zucker als sonst konsumiert wird. Genauso kann mit anderen Nahrungsmitteln verfahren werden. Auslöser sind oft Erdbeeren, Zitrusfrüchte, aber auch Kiwi, Tomaten oder bestimmte Käsesorten, teilweise auch Hausstaub. Oftmals hilft auch ein „Pricktest“ beim Allergologen weiter, mit dem gezielt getestet wird. Es könnte sich bei Ihren Beschwerden auch um eine seborrhoische Keratose handeln, eine Hauterkrankung, die mit schuppenden und teilweise gelblich schorfenden Arealen einhergeht. Aus der Ferne ist dies jedoch schwer zu beurteilen.

Von den geschilderten Symptomen ausgehend rate ich zunächst zu einer Behandlung mit Silicea-Gel (3-mal täglich 1 gestrichener EL über mehrere Wochen). Außerdem täglich je 1 Liter Schachtelhalmtee trinken. Auch hier kommt die kieselsäurereiche Struktur dem Säureschutzmantel und der Grunderneuerung der Kopfhaut zugute. Zudem wären äußerlich Packungen mit Heilerde dienlich, 20 Minuten als Wickel auf dem Kopf belassen, 2- bis 3-mal pro Woche. Gut sind außerdem natürliche Haarspülungen mit Ackerschachtelhalmsud (auf 0,5 Liter Wasser 2 gehäufte TL Ackerschachtelhalmkraut ansetzen und etwa 20 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen, abgießen und lauwarm die Kopfhaut damit einreiben, am besten 2- bis 3-mal pro Woche).

Die alternative Medizin kann gegen den Juckreiz unterstützend mit Calcium Quercus (Wala) helfen (3- bis 4-mal täglich je 10 Globuli). Auch ein Wechsel des Shampoos hilft oft. Hier sind seifenfreie, pH-neutrale Produkte zu empfehlen. Vielleicht kann Ihnen auch dieses Rezept weiterhelfen: Man zerkleinert 20 g Klettenwurzel und übergießt sie mit 200 ml Mandelöl. Das Gemisch lässt man 4 Wochen gut verschlossen an einem dunklen Ort ziehen, filtriert es dann ab und füllt es in eine saubere dunkle Flasche. Abends wird 1 TL Öl in die Kopfhaut einmassiert und über Nacht einwirken gelassen.

 

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