Quincke-Ödem

Meine Mutter leidet an einem Quincke-Ödem. Was ist das genau, und was kann man dagegen tun?
 
Antwort

Das Quincke-Ödem, nach dem Sie fragten, wird auch Angioödem genannt. Es ist eine schmerzhafte, mehrere Tage anhaltende subkutane Schwellung von Haut und Schleimhaut. Es kann bei etwa 50 % der Patienten plötzlich entstehen, die auch bereits an Nesselsucht leiden; diese scheint bei Ihrer Mutter aber nicht vorzuliegen, sonst wäre wohl schon eine entsprechende Diagnose gestellt worden. Es gibt auch noch das physikalische Quincke-Ödem durch Druck, Vibration und ähnliche (Dauer-)Reize auf die Haut, was aber vermutlich auch nicht vorliegt (sollte bei Bedarf genau geklärt werden!).

Eine weitere Form entsteht bei Autoimmunkrankheiten oder Tumorleiden; das muß von den Ärzten untersucht und festgestellt werden. Wahrscheinlich besteht bei Ihrer Mutter wohl am ehesten eine seltene Form des Quincke-Ödems durch Erbanlagen; das jedenfalls würde am ehesten erklären, weshalb die Untersuchungen keine Ursachen ergaben.

Die Therapie des vererbten Ödems ist naturgemäß schwieriger, denn die ungünstigen Erbanlagen lassen sich ja nicht beseitigen. Bei schweren Symptomen kann in seltenen Fällen Cortison angezeigt sein, um lebensbedrohliche Komplikationen zu verhüten. Unabhängig davon empfiehlt es sich, die chronische Krankheit durch Homöopathie zu beeinflussen. Aber das sollten Sie ausführlich mit einem Homöopathen vor Ort besprechen, denn die Mittel müssen individuell für Ihre Mutter ausgesucht werden.

Manchmal können auch Aderlässe und Glaubersalz zur Ableitung aus den Darm hilfreich sein. Die Ernährung ist am besten rein vegetarisch. Zumindest eine Besserung sollte sich auf diese Weise erreichen lassen, damit Cortison nur für den Notfall erforderlich wird.


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