Wie viel Vitamin D bei Osteoporose?

Ich nehme seit zwei Jahren hohe Dosen Vitamin D zur Vorbeugung von Osteoporose ein. Nun soll Vitamin D angeblich Bauchspeicheldrüsenkrebs verursachen, was mich sehr verunsichert. Benötigen wir Vitamin D nicht alle dringend?

R. A., E-Mail

 

Antwort

Es gibt sehr viele Studien und Bücher zum Thema Vitamin D und Osteoporose. Wenn ein familiäres Risiko für Osteoporose vorliegt und Frauen in den Wechseljahren sind bzw. einen sehr niedrigen Vitamin-D-Wert aufweisen (weit unter 40 nmol/l) sollte man reagieren.

Eine Möglichkeit ist es, zunächst mit 1000 I.E. Vitamin D täglich zu beginnen und dann acht Wochen später den Spiegel wieder kontrollieren zu lassen. Ein sehr gutes Präparat ist hier „Cefavit“ (Fa. Cefak), es ist ohne Silikone etc. Diese Maßnahme reicht meistens schon aus, um den Vitamin-D-Spiegel nachhaltig auszugleichen. Eventuell muss in den Wintermonaten noch einmal nachbehandelt werden. „Dekristol“ ist in den meisten Fällen eines Mangels überflüssig – außer es besteht ein erhöhtes familiäres Risiko für Osteoporose.

Von einem Pankreaskarzinom unter höheren Vitamin-D-Gaben ist uns bisher nichts bekannt, allerdings sind diese sehr hohen Dosen, von denen Sie schreiben, nicht notwendig und könnten auf Dauer eventuell auch Nebenwirkungen verursachen, die bisher nicht richtig erforscht sind.

Generell ist es wichtig, bei einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel viel draußen zu sein, ein- bis zweimal pro Woche fetten Seefisch zu essen und auch den Calcium-Spiegel hin und wieder labordiagnostisch überprüfen zu lassen.

 

 

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