Wissenswertes

Chlordioxid (CDL)

Ich habe in letzter Zeit häufiger von Chlordioxid gehört. Können Sie mir mehr dazu sagen? Wozu genau wird es angewendet?
Barbara M., E-Mail

Antwort:

Das gelbgrüne, chlorähnlich riechende Gas besteht aus einem Chlor-Atom und zwei Sauerstoff-Atomen. Mit Chlor hat Chlordioxid nicht viel gemeinsam, auch wenn sich der Geruch ähnelt. Anders als beim Einsatz von Chlor, bei dem die Erreger durch Chlorierung abgetötet werden, macht Chlordioxid Krankheitserreger durch Oxidation (Verbrennung) unschädlich. Diese Verbrennung geschieht mithilfe von Sauerstoff, der vom Chlordioxid freigesetzt wird. Das Besondere an Chlordioxid ist: Es wird nur im übersäuerten Milieu aktiv, es greift also nur Erreger an, deren pH-Wert im sauren Bereich liegt. Die Sauerstoffmoleküle „verbrennen“ die Keime, die anschließend alkalisch, also basisch sind und vom Körper nach und nach ausgeschieden werden.

Chlordioxid ist in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und dort vorhandene Viren, Bakterien (auch antibiotikaresistente), Pilze, Parasiten und Schwermetalle zu oxidieren und auszuscheiden. Gesunde Zellen werden von Chlordioxid aufgrund ihrer Größe nicht angegriffen, da der Oxidationsfaktor größenabhängig ist. Zudem hat es eine wesentlich schwächere Oxidationskraft als etwa Ozon oder Wasserstoffperoxid und ist von daher schonender in der Anwendung.

Ein weiterer positiver Aspekt von Chlordioxid ist die Tatsache, dass es in der Lage ist, schädliche Biofilme zu zerstören, wie sie etwa auf der Darmschleimhaut vorkommen. Darunter versteht man Ansammlungen von Bakterien, die die Nährstoffaufnahme behindern und die Darmwand durch ihre Ausscheidungen schädigen können, was zu chronischen Entzündungen führen kann. Die Bakterien „verstecken“ sich in dem Biofilm vor dem Immunsystem, was sie für Antibiotika unangreifbar macht. Biofilme können auch an anderen Stellen im Körper auftreten, etwa im Nervensystem oder selbst am Knochen.

Die Chlordioxid-Lösung wird stets in Wasser gelöst eingenommen. Um eventuelle Nebenwirkungen zu vermeiden, trinkt man zunächst 1 Tropfen CDL in 100 ml Wasser und wartet 2 Stunden. Wenn sich keine Reaktionen zeigen, kann mit der eigentlichen Einnahme begonnen werden. Generell lässt sich sagen, dass bei akuten viralen Erkrankungen mehrere kleine Dosen in kurzen Abständen eingenommen werden (alle 15 Minuten 1 ml bzw. 20 Tropfen CDL in 125 ml Wasser, insgesamt 8-mal), während zur Behandlung der meisten sonstigen Krankheiten oder zur Entgiftung pro Tag 10 ml CDL in 1 Liter Wasser stündlich über den Tag verteilt getrunken werden.

Neben der oralen Einnahme kann man CDL auch als Einlauf verwenden, man kann es auf die Haut sprühen, damit gurgeln, Augen-, Nasen- oder Ohrentropfen damit herstellen oder es zur Raumluftdesinfektion einsetzen.

Anders als in Deutschland wird in einigen Ländern Chlordioxid erfolgreich zur Bekämpfung von SARS-CoV-2 eingesetzt, vor allem in lateinamerikanischen Ländern wie Mexiko, Honduras oder Bolivien, wo der Einsatz von CDL gegen Coronaviren sogar gesetzlich verankert ist. Die Comusav (Coalición Mundial Salud y Vida), eine gemeinnützige Organisation in 27 Ländern mit über 5.000 Ärzten, Medizinern und weiteren Interessierten, hat es sich zum Ziel gesetzt, den Einsatz von Chlordioxid zur Prophylaxe und Therapie von Covid-19 zu erforschen und weltweit für alle Menschen zu ermöglichen. Eine Untersuchung an 849 symptomatischen Patienten in Mexiko ergab eine Heilungsrate von über 99 %, zudem kam es kaum zu Post-Covid-Symptomen.

Trotz der positiven Erfahrungsberichte und Studien ist Chlordioxid in Deutschlang bislang nicht als Arzneimittel zugelassen. Wer also CDL ausprobieren möchte, muss dies aufgrund der fehlenden Zulassung auf eigene Verantwortung tun. Eine gute Informationsquelle mit den gängigen Anwendungsmöglichkeiten ist das Buch von Dr. med. Antje Oswald „Das CDL-Handbuch – Gesundheit in eigener Verantwortung“ (Daniel Peter Verlag).

© 2022 NATUR & HEILEN, Beratungsservice

 

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