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Naturheilkunde

Natriumselenit oder Selenhefe?

Es gibt Natriumselenit und Selenhefe-Präparate. Vom Natriumselenit (künstlich hergestellt) wird gesagt, dass es schneller vom Körper aufgenommen werde, jedoch ein Radikalbildner sei, wohin­gegen Selenhefe das Immunsystem unterstütze, jedoch ­einige Umwandlungen im Stoffwechsel benötige, um resorbiert zu werden. Ist das richtig?
Hanna B., E-Mail

Antwort: Das Organische Selenverbindungen werden im menschlichen Organismus anders verstoffwechselt als anorganische. Organisches Selen wird nach der Einnahme im Gewebe gespeichert und bei Bedarf von dort gelöst. Daher ist es zur langfristigen Selenversorgung sehr gut geeignet.

Natrium­selenit hingegen ist gut, um schnell einen Mangel zu be­heben, da es rasch verfügbar ist und nahezu vollständig resorbiert wird. Nach der geltenden europäischen Richtlinie dürfen in Nahrungsergänzungsmitteln die anorganischen Selenverbindungen Natriumselenit, Natriumselenat und Natriumhydrogenselenit verwendet werden, organische Selenverbindungen wie Selenhefe oder Selenomethionin jedoch nicht.

Häufig kursiert das Gerücht, Selen sei giftig. Das ist so nicht unbedingt richtig. Wie so oft ist es eine Frage der Dosis. Natriumselen wäre erst dann für den menschlichen Körper giftig, wenn man die empfohlene Tagesdosis von 70 µg um das 3.200-Fache übersteigen würde. Generell ist Natriumselenit sehr gut verträglich und auch gut verwertbar. Eine Überdosierung kann zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Haarausfall und üblem Mundgeruch führen.

Generell sollte man Selen nur bei nachgewiesenem Mangel einnehmen und die Höchstdosierung von 200 µg pro Tag nicht überschreiten. Pflanzliche Selenquellen sind Sonnenblumenkerne, Sesam, Pilze und Kokosnüsse. 

HP Eva Stiegele

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