Pflanzenheilkunde

Gift im Blatt-Tee?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin warnt vor dem Verzehr von mehr als zwei Tassen Blatt-Tee (schwarzer, grüner, Pfefferminz-, Fencheltee usw.) pro Tag, weil er mit giftigen Pyrrolizidinalkaloiden (PA) belastet sein könne. Sie sollen leberschädigend und erbgutverändernd wirken. Das scheint in der Öffentlichkeit nicht bekannt zu sein, könnten Sie bitte hierzu Stellung nehmen?


Antwort

Das BfR führt derzeit eine Studie zu den „Pyrrolizidinalkaloiden (PA) in Lebens- und Futtermitteln“ durch, die jedoch noch nicht abgeschlossen ist. Erste Resultate lassen aber folgende Schlüsse zu: In den untersuchten Kräutertee- und Teeproben wurden PA-Summengehalte von 0 bis 3430 µg/kg Trockenprodukt ermittelt. Trotz der in Einzelfällen unerwartet hohen PA-Gehalte in den Teeproben hält aber das BfR auch bei hoher Dosierung eine akute Gesundheitsschädigung für unwahrscheinlich. Allerdings empfiehlt das Institut, bei Herstellern und Teesorten abzuwechseln. Belastete Chargen kommen wohl immer wieder mal vor, scheinen aber bei kurzfristiger Einnahme keine schädliche Wirkung zu haben.
Aus naturheilkundlicher Sicht sind Melisse, Kamille, Pfefferminze oder auch Fenchel   Heilpflanzen, deren Auszüge man für alle möglichen Beschwerden nutzen und in bestimmter Dosierung auch als Getränk über den Tag verwenden kann – aber eben immer mit Maß (siehe Paracelsus: „Die Dosis macht das Gift!“) und möglichst niemals „literweise“.
© 2014 NATUR & HEILEN, Beratungsservice

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