Guter Zucker – Böser Zucker

Weiß wie frisch gefallener Schnee, sündhaft verführerisch – so schleichen sich diese harmlosen Kristalle in unser Leben: Zucker versüßt unseren Alltag, schenkt Trost, beruhigt gestresste Nerven – und ist nicht ungefährlich. Andererseits sind Zuckerverbindungen notwendig, denn – ohne Zucker kein Leben.

Für Ernährungswissenschaftler ist das weiße Gold schon längst eine Geißel der modernen Ernährung. Forscher sind inzwischen der Ansicht, dass Zucker tatsächlich süchtig machen kann. Und sie stellten anhand von Untersuchungen fest, dass ein zu hoher Blutzuckerspiegel die geistige Leistungsfähigkeit einschränkt. Dass Zucker und Zähne eine ungesunde kariöse Symbiose eingehen, ist hinlänglich bekannt. Es gibt außerdem zahlreiche Symptome und Erkrankungen wie Müdigkeit, Magen-Darm-Probleme, Pilzbefall, ein mangelhaft arbeitendes Immunsystem und sogar Depressionen, deren Ursache in einem übermäßigen Zuckerkonsum gesehen wird. Von Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes ganz zu schweigen.


Lebensnotwendige bioaktive Zuckerstoffe

Allerdings muss, wenn von Zucker die Rede ist, klar getrennt werden: Auf der einen Seite steht der raffinierte Haushaltszucker, von dem wir pro Jahr – bewusst oder unbewusst – rund 50 Kilogramm verzehren, und das pro Person! Auf der anderen Seite gibt es die bioaktiven Zuckerstoffe, auch als Glykane bezeichnet. Anders als der gemeine Haushaltszucker sind diese Zuckerstoffe nach Erkenntnissen der Glykobiologie, einer noch jungen Wissenschaft, von großer Bedeutung für unseren Stoffwechsel und unser Immunsystem. Mehr noch: Sie sind lebensnotwendig für den Informationsaustausch innerhalb des Zellsystems.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Dezemberheft 2011 lesen.

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