Hilfe bei Colitis ulcerosa

Mein Sohn (22) hat seit seinem 15. Lebensjahr frisches Blut im Stuhl. Ein Proktologe hat damals bereits Colitis ulcerosa diagnostiziert. Eine Besserung tritt nur ein, solange er das schulmedizinische Mittel Salofalk nimmt. Boswellia und Kurkuma haben nicht den erhofften Erfolg gebracht. Welche Alternativmedizin können Sie ihm empfehlen?

 

Antwort

Wenn Boswellia und Kurkuma, die ja stark entzündungshemmend wirken, nicht geholfen haben, kann es entweder an einer zu niedrigen Dosierung oder an einer zu kurzen Einnahmedauer liegen. Hier lohnt sich ein erneuter Versuch. Ein empfehlenswertes Präparat wäre Curcumin plus Boswellia von Dr. Loges (morgens und abends je 1 Kapsel). Es sollte mindestens 3 Monate lang eingenommen werden. Gut geeignet ist sonst auch das Curcumin von Dr. Wolz (Curcumin Extrakt 45, 1-mal täglich). Sehr wirkungsvoll bei Colitis ulcerosa ist die längerfristige Einnahme von Myrrhinil intest (Repha, 3-3-3), hier gibt es auch breite Studien. Es sollten 3-mal täglich je 3 Tabletten für mindestens 3 Monate eingenommen werden. Dies könnte durchaus eine Alternative zur Schulmedizin sein. Bei akuten Durchfällen hilft parallel Birkenkohle comp. von Weleda. Eine Ernährungsumstellung ist auf Dauer sehr wichtig, vor allem sollten entzündungsfördernde Nahrungsmittel wie Zucker, Fleisch und Auszugsmehle gemieden bzw. deutlich reduziert werden. Auch der Konsum von Softdrinks sollte möglichst ganz eingestellt werden. Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder Qigong helfen, Stress zu reduzieren und die oft auch durch Stresshormone ausgelösten Schübe zu verringern. Auf Dauer empfiehlt es sich, einen naturheilkundlich ausgerichteten Therapeuten hinzuzuziehen, am besten einen Gastroenterologen mit komplementärmedizinischer Zusatzausbildung, zu finden über die Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (www.gaed.de) oder den Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (www.dzvhae.de).

 

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