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Bewährte Großmutterrezepte gegen Sonnenbrand

Dass man keine ausgedehnten Sonnenbäder mehr nehmen sollte, ist mir bekannt. Aber wie kann ich mich auf natürlichem Wege vor der Sonnenstrahlung schützen und welche Möglichkeiten gibt es?
 

Antwort
Trotz zahlreicher Warnungen vor den zunehmenden aggressiven Sonnenstrahlen – auch in unseren Breitengraden – legen sich immer noch zu viele Menschen in die pralle Sonne zum Bräunen – eine gefährliche Sonnenanbeterei, die zu immer mehr Verbrennungen führt. Und wie mittlerweile jeder weiß: Jede Verbrennung steigert letzten Endes das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Dennoch: Gelegentliche Sonnenbrände sind, sofern sie nicht in schwere Verbrennungen ausmünden, kein Grund zur Panik. Und sie lassen sich gut mit Hausmitteln behandeln. Wie etwa mit Quarkwickeln. Dazu wird der Quark mit etwas Buttermilch vermischt und auf einem Leinentuch verstrichen, das – mit der Quarkseite zur Haut – auf die geröteten Stellen gelegt wird. Dauer der Anwendung: 20 – 30 Minuten, 3-mal pro Tag. Wechseln Sie den Wickel, wenn Sie merken, dass er wärmer wird.

Eine Alternative zum Quark ist der Salatwickel: Geben Sie einige Kopfsalatblätter in siedendes Wasser; etwa fünf Minuten köcheln lassen. Dann abkühlen lassen und die nassen Blätter direkt auf die entzündete Haut legen. Die Salatwickel kühlen und geben der Haut Feuchtigkeit sowie wichtige Nährstoffe zurück.

Entzündungs- und schmerzhemmend wirken Auflagen mit schwarzem oder grünem Tee. Übergießen Sie dazu 3 Esslöffel lose Teeblätter mit einem Liter Wasser. Nur kurz ziehen lassen, danach abseihen. Die Teeblätter abkühlen lassen, in ein dünnes und angefeuchtetes Lein- oder Mulltuch einwickeln und diesen Teeumschlag auf die geröteten Hautpartien legen. 20 – 30 Minuten einwirken lassen, mehrmals wiederholen. Optimal ist, wenn Sie Quark- und Teewickel im ständigen Wechsel nacheinander auflegen.

Außerdem sollte man die Sonnenbrandtherapie mit einigen "ernährungstechnischen" Maßnahmen flankieren. So bedeutet jede Verbrennung, dass der Körper massiv an Wasser verloren hat. Deshalb ist Trinken oberste Pflicht. Am besten eine Mischung aus Fruchtsaft und Mineralwasser (im Verhältnis 1 : 2 oder 1 : 3).

Die sonnengeschädigte Haut benötigt außerdem viel Vitamin E. Nehmen Sie daher täglich zwei Teelöffel Gerstenöl-Granulat, vom zweiten bis vierten Tag reicht ein Teelöffel davon. Man erhält das Granulat in den Apotheken.
Schließlich sollte man sich wirksam vor neuen Sonnenbränden schützen. Dazu gehört das frühzeitige (15 Minuten vor dem Sonnenbad!) Auftragen von Sonnenschutzmitteln. "Von innen" hilft Beta-Karotin, das in der Haut durchaus einen Lichtschutzfaktor von 2 bis 3 aufbauen kann. Eine ergiebige Quelle dieses Provitamins ist der Carotakürbis, dessen Granulate man ebenfalls in den Apotheken erhält.

Auch Kleidungsstücke können schützen, wobei es ohne große Bedeutung ist, ob sie aus Synthetik- oder aus Naturmaterialien hergestellt sind, denn die Lichtdurchlässigkeit hängt weniger vom Material als von der Webart ab. Man kann also unter einem billigen Baumwoll-T-Shirt ohne weiteres einen Sonnenbrand bekommen, während ein hochwertiges Kunstfaserhemd einen hocheffektiven Sonnenschutz gewährleisten kann. Weiterhin ist zu beachten, dass helle und nasse Textilien mehr UV-Strahlen durchlassen als dunkle und trockene Kleidungsstücke. Wer also viel schwitzt, sollte schon allein aus Sonnenschutzgründen öfter das T-Shirt wechseln.

© 2007 NATUR & HEILEN, Beratungsservice

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