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Ernährung

Vorteile des Grünen Tees

Ist Grüntee wirklich dem Schwarztee vorzuziehen? Was sind seine Vorteile?
 

Antwort
Schwarztee und Grüntee stammen vom selben Teestrauch (Camellia sinensis). Der Unterschied besteht lediglich darin, daß grüner Tee nicht
fermentiert wird. Die Behauptung, daß er nicht übersäuernd wirkt, ist noch umstritten.
Das bleibt aber ohnehin unerheblich, weil auch säureüberschüssige Produkte lebensnotwendig sind. Beim Teegenuß im üblichen Maße kann der Aspekt der Übersäuerung vernachlässigt werden, das gilt sowohl für Grüntee als auch für Schwarztee.

Kaffee und Schwarztee, aber auch in etwas geringerem Maße Grüntee entziehen dem Körper Flüssigkeit, was sich hauptsächlich aus dem Koffeingehalt erklärt, der u. a. die Nierendurchblutung anregt. Hier muß also deutlich für Flüssigkeitsersatz gesorgt werden.

Daß Grüntee aus gesundheitlichen Aspekten dem Schwarztee vorzuziehen ist, ist seit längerem bekannt. Bitte lesen Sie hierzu auch den Artikel “Die exotischen Heiltees” in Heft NATUR & HEILEN 12/02 ab Seite 13. Nicht zuletzt versorgt er uns mit entsprechenden Mineralien.

Allerdings sollte Grüntee aus o. g. Gründen nicht der ausschließlichen Flüssigkeitszufuhr dienen, auch ist bei großem Grünteegenuß (wie Sie schreiben, trinken Sie morgens etwa 1 ½ l) die vermehrte Koffeinaufnahme zu überdenken. Bei 1-3 Tassen Tee am Tag kann das Koffein nützlich sein, bei 1 ½ l hingegen wird u. a. das Herz-Kreislauf-, Verdauungs- und Nervensystem belastet. Nicht zuletzt ist zu erwähnen, daß nach neusten Erkenntnissen eine einmalige Zufuhr von so viel Flüssigkeit die spätere Entwicklung von Harninkontinenz begünstigt.

Der Körper kann eine so hohe Flüssigkeitsmenge auf einmal nicht richtig nutzen, ein erheblicher Teil wird ungenutzt ausgeschieden und müßte durch zusätzliche andere Getränke, am besten ist natürliches Wasser, ausgeglichen werden. Nach heutigem Wissen sollte die Flüssigkeitszufuhr auf mindestens 8-10 Portionen gleichmäßig über den Tag verteilt werden, dann steht dem Organismus immer genügend Flüssigkeit zur Verfügung. Wenn das nicht automatisch vom Durstgefühl gesteuert wird, kann man dieses Verhalten auch trainieren.

© 2003 NATUR & HEILEN, Beratungsservice

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